Mixed Zone: Handball-Frauen verpassen Bronze - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Handball-Frauen verpassen Bronze

Die deutschen Handballerinnen haben bei der Europameisterschaft in Mazedonien eine Medaille verpasst. Im Spiel um Platz drei unterlagen sie Russland. Golferin Anja Monke hat ihren zweiten Saisonsieg geholt. Michael Schumacher glaubt, dass die Formel 1 spannender wird.
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Hamburg - Die Damen des deutschen Handball-Bundes mussten sich Weltmeister Russland 21:24 (11:17) geschlagen geben und kamen damit wie schon bei der EM 2006 auf den vierten Platz. Das Halbfinale hatten die Deutschen am Samstag 29:32 gegen Spanien verloren.Den Titel sicherte sich zum dritten Mal nacheinander und zum vierten Mal insgesamt Olympiasieger Norwegen durch einen 34:21 (13:12)-Erfolg über Spanien.

Gegen das neu formierte russische Team zeigten die deutschen Damen eine enttäuschende Leistung. Einzig Stefanie Melbeck, die für die verletzte Rekordtorschützin Grit Jurack von Rechtsaußen auf Halbrechts rückte, übernahm trotz eines Nasenbeinbruchs Verantwortung und war mit sechs Toren beste deutsche Werferin. Jurack hatte gegen Spanien einen Fingerbruch erlitten und war schon wieder in ihrer Wahlheimat Dänemark, als ihre Teamkolleginnen auch noch die Bronzemedaille verpassten.

13 Minuten blieb die deutsche Mannschaft ab der 15. Minute ohne eigenen Treffer - und aus einem 8:9-Rückstand wurde ein 8:17, ehe Melbeck endlich wieder einen Ball im Tor unterbringen konnte. In der zweiten Halbzeit war Deutschland ebenbürtig, kam jedoch nicht mehr näher heran. Zum Abschluss der Hauptrunde hatte Deutschland das Duell noch mit 27:22 für sich entschieden.

Am Rande der Frauen-EM hat der Europäische Handballverband EHF eine Änderung für die Champions League der Männer beschlossen. Ab der Saison 2009/2010 wird sie um acht auf 24 Mannschaften reduziert. Die Teams werden in vier Vorrundengruppen mit sechs Vereinen aufeinandertreffen, derzeit sind es acht Gruppen mit jeweils vier Teams.

Mit welchem Modus die Königsklasse danach weiterspielt, ist noch offen. Derzeit liegen drei Modelle als Diskussionsgrundlage vor. Von den Vereinen wird ein Modell mit einem Final-Four-Turnier analog zum Basketball bevorzugt. Die Entscheidung wird im März getroffen. Dann wird auch feststehen, wie viele Mannschaften sich aus den jeweiligen Nationen für die reduzierte Champions-League qualifizieren. Derzeit hat Deutschland drei feste Startplätze.

Michael Schumacher geht davon aus, dass die Formel 1 durch die neuen Regeln und Reformen noch spannender wird. "Die Teams werden näher zusammenrücken und insgesamt weniger Probleme haben. Die Aerodynamik wird langsamer, der Grip größer sein", sagte Schumacher am Rande des Race of Champions im Londoner Wembley-Stadion, das er zusammen mit Sebastian Vettel wie im Vorjahr gewann.

An der Stellung der Branchenführer werde aber auch der Sparkurs wenig ändern. "Die Top-Teams werden die Top-Teams bleiben, weil sie normalerweise auch die besseren Leute im Team haben", so der 39-Jährige. "Es gibt gewisse Dinge, die kann man verändern, um es etwas enger zusammenzubringen. Aber man wird es nie schaffen, einen 'Hinterbänkler' nur durch eine Regeländerung ganz nach vorne zu bringen."

Beim Abschiedsturnier von Superstar Annika Sörenstam hat Profigolferin Anja Monke ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Die 31-Jährige gewann das Dubai Ladies Masters mit 275 Schlägen und kassierte 75.000 Euro. Im Blickpunkt stand allerdings Annika Sörenstam. Die Schwedin hat die Szene in den vergangenen 15 Jahren ähnlich dominiert wie "Tiger" Woods die der Männer. Insgesamt feierte die 38-Jährige 89 Turniersiege, darunter zehn bei den Majors. 2003 wurde sie in die "Hall of Fame" des Golfsports aufgenommen. Als einzige Frau schaffte sie 2001 eine 59er-Runde.

mac/dpa/sid

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