Mixed Zone: Henin erfolgreich, Mansell vor Comeback - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Henin erfolgreich, Mansell vor Comeback

Das Comeback von Justine Henin ist geglückt: Die belgische Tennisspielerin gewann ihr Auftaktmatch in Brisbane. Der frühere Formel-1-Champion Nigel Mansell will mit seinen Söhnen in Le Mans starten. Deutschlands Langläuferinnen beenden die Tour de Ski vorzeitig.
Tennisprofi Henin: "Vor dem Match haben meine Knie geschlottert"
Tennisprofi Henin: "Vor dem Match haben meine Knie geschlottert"

Tennisprofi Henin: "Vor dem Match haben meine Knie geschlottert"

Foto: Bradley Kanaris/ Getty Images
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Hamburg - Justine Henin hat nach 20-monatiger Pause ein erfolgreiches Comeback auf der Tennis-Tour gefeiert. Die 27-jährige Belgierin besiegte beim WTA-Turnier im australischen Brisbane die Russin Nadja Petrowa 7:5, 7:5. "Justine ist noch stärker als früher", sagte Petrowa. Henin selbst zeigte sich mit ihrer Leistung zufrieden, obwohl sie während des Spiels festgestellt hatte, dass ihre einst so gefürchtete einhändige Rückhand "ein bisschen Rost angesetzt hat". Mehr als das machten ihr die Emotionen zu schaffen. "Vor dem Match haben meine Knie geschlottert", sagte sie: "Das große Stadion, die vielen Menschen, die mir zugejubelt haben - ich hatte Tränen in den Augen." Henin hatte im Mai 2008 als Weltranglistenerste überraschend ihren Rücktritt erklärt.

Mit einer knappen Niederlage sind die Tennisprofis Sabine Lisicki und Philipp Kohlschreiber in den Hopman-Cup gestartet. Das deutsche Duo verlor am Montag bei der inoffiziellen Mixed-Weltmeisterschaft in Perth 1:2 gegen Russland, das als stärkster Gegner der Gruppe B gilt. Lisicki sorgte mit ihrem 6:4, 6:1-Erfolg über Olympiasiegerin Jelena Dementjewa zunächst für die 1:0-Führung, danach verlor Kohlschreiber 3:6, 7:6 (7:2), 3:6 gegen Igor Andrejew. Im entscheidenden Mixed unterlag das deutsche Team 4:6, 6:7 (7:9). Im zweiten Spiel der Gruppe besiegte Großbritannien Außenseiter Kasachstan 2:1.

Der frühere Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell will zusammen mit seinen beiden Söhnen Leo und Greg bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen. Dafür hat sich der 56-jährige Engländer beim britischen GT-Rennstall Beechdean eingekauft. "Ich bin sehr gespannt auf 2010 und die Aussicht, erstmals gemeinsam mit meinen beiden Söhnen fahren zu können. Ich kann bestätigen, dass ich mit Leo und Greg antreten werde, auch bei den 24 Stunden von Le Mans, sollten wir dort einen Platz erhalten", sagte Mansell, der auf jeden Fall in der europäischen Le-Mans-Serie (LMS) fahren will, unter anderem beim 1000-Kilometer-Rennen in Silverstone.

Der Mansell-Clan will in einem LMP1-Prototypen von Zytek fahren. In einem solchen Fahrzeug war der Formel-1-Champion von 1992 schon im vorigen Jahr in Silverstone mit seinem Sohn Greg, 22, angetreten, der daneben in der Renault-World-Series unterwegs war. Leo Mansell, 25, fuhr 2009 in der LMS und in Le Mans. Nigel Mansell wechselte 1993 in die Indy-Car-Serie, die er als erster Neuling auf Anhieb gewann. 1994 kehrte er nach dem Tod des Brasilianers Ayrton Senna noch einmal für einige Rennen zu Williams zurück, bevor er für die Saison 1995 zu McLaren wechselte. Dort passte er allerdings aufgrund von Übergewicht nicht ins Cockpit und musste auf die ersten beiden Rennen verzichten. Nach zwei enttäuschenden Auftritten in den WM-Läufen drei und vier beendete er seine Formel-1-Karriere nach insgesamt 187 Grand Prix, von denen er 31 gewann.

Die deutsche Mannschaft hat auf das schwache Abschneiden der Langläuferinnen bei der Tour de Ski reagiert und sich für einen anderen Formaufbau im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele im Februar entschieden. Nachdem sich bereits die für Olympia qualifizierten Miriam Gössner und Steffi Böhler von der Tour zurückgezogen hatten, trat am Montag auch Claudia Nystad nicht mehr zur vierten Etappe, einem Freistilsprint in Prag, an. Die Trainer begründeten das mit muskulären Problemen.

Nach einer Teambesprechung in Prag gab Bundestrainer Jochen Behle zudem bekannt, dass auch Evi Sachenbacher-Stehle bei der fünften Etappe am Mittwoch nicht mehr an den Start gehen wird. "Wir mussten reagieren und haben uns entschlossen, die Olympia-Kandidatinnen ab Freitag in einem Trainingslager in Toblach oder Ramsau auf die Spiele vorzubereiten. Deshalb wird auch Damen-Coach Janko Neuber nach Prag nicht mehr bei der Mannschaft sein", sagte Behle. Damit ist aus dem deutschen Damen-Team ab Mittwoch nur noch Katrin Zeller am Start, da auch die Sprinterinnen Manuela Henkel, Denise Herrmann und Nicole Fessel die Distanzrennen nicht mehr bestreiten werden.

Den Sprint in Prag gewann Natalia Korostelewa. Die Russin siegte im Finale der vierten Etappe der Tour de Ski über 1,2 Kilometer in 2:45,7 Minuten mit 0,9 Sekunden Vorsprung auf Celine Brun-Lie aus Norwegen. Auf Rang drei kam die Slowakin Alena Prochazkowa mit einem Rückstand von 2,2 Sekunden. Bei den Männern setzte sich der Schwede Emil Jönsson in 2:26,5 Minuten mit 1,4 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Marcus Hellnerdurch. Auf Platz drei landete der Norweger Simen Østensen mit einem Rückstand von 3,0 Sekunden. Tim Tscharnke erfüllte als Zehnter die halbe Norm für die Olympischen Spiele.

wit/sid/dpa