Mixed Zone Hingis taucht auf, Witherspoon startet durch
Hamburg Hingis verfolgte das WTA-Masters der acht weltbesten Spielerinnen überraschend als Zuschauerin. Die Schweizerin lehnte jedoch jeden Kommentar ab. "Ich bin hier, um Tennis zu schauen", sagte die ehemalige Weltranglisten-Erste. Hingis hatte am 1. November als Reaktion auf einen positiven Dopingtest ihren Rücktritt erklärt. Im Urin der 27-Jährigen waren Ende Juni in Wimbledon Spuren von Kokain nachgewiesen worden. Hingis beteuert ihre Unschuld. Auf dem Court fielen die letzten Entscheidungen für das Halbfinale in Madrid. Die belgische Titelverteidigerin Justine Henin trifft auf Ana Ivanovic. Die Serbin verlor ihr letztes Spiel in der Roten Gruppe gegen Maria Scharapowa 1:6, 2:6. Die Russin hat es im zweiten Halbfinale mit ihrer Landsfrau Anna Tschakwetadse zu tun.
Zum Auftakt der Weltcup-Saison hat Eisschnellläufer Jeremy Wotherspoon in Salt Lake City über 500 Meter einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der Kanadier war mit 34,03 Sekunden 0,22 Sekunden schneller als der Südkoreaner Lee Kang-Seok beim Gewinn des WM-Titels an gleicher Stelle Anfang März dieses Jahres. Lee blieb als Zweiter in 34,20 auch noch unter der alten Bestmarke. Der 31 Jahre alte Wotherspoon hatte nach seinem enttäuschenden neunten Platz bei den Winterspielen in Turin eine Saison lang pausiert und sogar erwogen, seine Karriere zu beenden. Der Niederländer Erben Wennemars egalisierte in 1:42,32 Minuten den Weltrekord des US-Amerikaners Shani Davis über 1500 Meter. Wennemars siegte vor dem Kanadier Denny Morrison (1:42,79) und Davis (1:42,92). Stefan Heythausen (1:45,82) lief deutschen Rekord und wurde dennoch nur 17. Besser klappte es bei den deutschen Frauen. Jenny Wolf verpasste den Sieg über 500 Meter nur knapp. Die Deutsche wurde in 37,47 Sekunden Zweite hinter der Chinesin Wang Beixing (37,32). Über 1000 Meter erreichte Anni Friesinger ebenfalls den zweiten Platz. Die von den Nachwirkungen einer Erkältung geschwächte Weltmeisterin lief 1:14,29 Minuten und musste sich nur der Chinesin Wang Beixing (1:14,19) geschlagen geben.
Handball-Rekordmeister THW Kiel muss in den kommenden Partien wohl auf die Leistungsträger Christian Zeitz und Nikola Karabatic verzichten. Beim Champions-League-Spiel in Hammarby (36:40) verletzten sich die beiden bei ihrem Zusammenprall jeweils an der linken Schulter. Karabatic habe sich eine schwere Prellung mit Einblutungen in die Muskulatur zugezogen, sagte THW-Mannschaftsarzt Detlev Brandecker. Zeitz hätte eine Schultereck-Gelenkprellung erlitten, bei der aber keine Bänder verletzt worden seien. Wie lange Zeitz und Karabatic Kiel fehlen werden, ist derzeit unklar.
Der Weltseglerverband hat auf seiner Jahrestagung die Duell-Disziplin Matchrace wieder ins olympische Programm aufgenommen. Der ISAF-Beschluss gilt zunächst jedoch nur für die Frauen. Der Kampfabstimmung über die künftig nur noch zehn statt elf Entscheidungen für 2012 fiel überraschend der schnelle Katamaran Tornado zum Opfer. Das olympische Programm für Frauen besteht nun aus den vier Kategorien Einhand (Laser Radial), Zweihand (470er), dem Surfbrett RS:X sowie einem noch auszuwählenden Kielboot für das Matchracing. Die Männer segeln in den fünf Kategorien (mit sechs Entscheidungen) Einhand (Laser), Einhand für schwerere Segler (Finn Dinghi), Surfen (RS:X), Highperformance-Jolle (49er) und Kielboot (Starboot). Das Internationale Olympische Komitee (IOC), das eine Reduzierung verlangt hatte, muss das neue Segelprogramm für die Spiele 2012 in London allerdings noch ratifizieren.
Wegen des Wurfes eines Feuerzeugs aus dem Fanblock sind die Artland Dragons Quakenbrück von der der Spielleitung der Basketball-Bundesliga (BBL) mit einer Geldstrafe von 3000 Euro bestraft worden. Beim niedersächsischen Derby gegen Oldenburg (84:75) war Schiedsrichter Boris Schmidt am vergangenen Sonntag von dem Wurfgeschoss am Ohr gestreift worden und hatte daraufhin den Fanblock komplett räumen lassen. Bei weiteren Ausschreitungen durch Zuschauer drohe den Dragons eine höhere Ordnungsstrafe und zusätzlich eine Platzsperre, teilte die BBL weiter mit.
Vorjahressieger Slowakei ist erfolgreich in den 18. Deutschland-Cup gestartet. Der frühere Eishockey-Weltmeister gewann heute in Hannover gegen Außenseiter Japan 5:2 (3:0, 0:2, 2:0). Damit kommt es morgen gegen den letztjährigen Finalgegner Schweiz zum entscheidenden Spiel um den Sieg in der Vorrundengruppe B. Die Schweizer hatten sich am Donnerstag 2:1 gegen Japan durchgesetzt. Die Asiaten stehen als Gruppenletzter fest und spielen am Sonntag wie im Vorjahr um Platz fünf. Gastgeber Deutschland hatte am Donnerstag in der Gruppe A 2:3 gegen die USA verloren. Morgen spielt das Team gegen Dänemark (18 Uhr, live im DSF), das den USA heute ebenfalls 1:2 unterlag. Die Amerikaner haben mit ihrem zweiten Sieg das Endspiel erreicht, Deutschland und Dänemark kämpfen um den Einzug ins kleine Finale.
ach/sid/dpa