Mixed Zone Jones-Manager gesperrt, Heras beendet Karriere
Hamburg - Radprofi Heras hat knapp drei Monate nach Ablauf seiner Dopingsperre seinen Abschied vom Profisport verkündet. "Ich habe das Handtuch geworfen, es gibt keinen Weg zurück", sagte Heras der spanischen Tageszeitung "Marca". Der 33-Jährige hatte mit einem Comeback geliebäugelt, doch nach dem Ethikcode des Weltverbandes hätte er für weitere zwei Jahre bei keinem ProTour-Team unterschreiben dürfen.
Heras war bei der Vuelta 2005 des Epo-Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt worden. "Ich verstehe diesen Code nicht und auch nicht, warum ProTour-Teams erfahrene Profis, die ihre Strafe verbüßt haben, nicht verpflichten dürfen. Auch andere Topfahrer werden aufhören müssen, weil sie kein Team finden", so Heras.
Der Skandal um die Freiburger Uniklinik war für Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der größte Schock unter den jüngsten Dopingaffären. Der 65-Jährige sagte der "Süddeutschen Zeitung", dass ihn dieser Skandal härter getroffen habe als die Doping-Fälle der Leichtathletik-Stars Justin Gatlin und Marion Jones. "Am meisten schockiert hat mich, dass in Freiburg ein derart organisiertes Doping mit der Komplizenschaft von zwei Leuten durchgeführt wurde, die bei einer so renommierten Universität tätig waren", so Rogge.
Es sei daher die wichtigste Aufgabe des IOC, die großen Mängel im Anti-Doping-Kampf zu beseitigen. Dabei sei vor allem die verstärkte Durchführung von unangekündigten Trainingskontrollen wichtig. "Es braucht Zielkontrollen in Zeiträumen, wenn Doping etwas bringt. Im Januar, wenn die Athleten Krafttraining machen und Muskeln aufbauen, muss auf Epo, Bluttransfusionen, anabole Steroide getestet werden. Wir brauchen unangekündigte Tests in relevanten Zeiträumen bei Athleten, die uns misstrauisch machen, oder deren Resultate verdächtig sind", sagte Rogge. Für die Olympischen Spiele in Peking 2008 seien 4500 Dopingtests geplant, in London 2012 sogar 6000.
Der amerikanische Leichtathletik-Verband USATF hat Charlie Wells für zwei Jahre gesperrt. Der frühere Manager von Marion Jones ist wegen Bankbetrugs und Geldwäsche bis März 2009 suspendiert. Die ehemalige Sprinterin Jones hatte im Oktober gestanden, von September 2000 bis Juli 2001 mit dem anabolen Steroid THG gedopt zu haben. Das IOC hatte ihr daraufhin ihre Olympiamedaillen von Sidney 2000 aberkannt.
Wegen fahrlässiger Tötung und Alkohol am Steuer wurde in Miami der frühere Baseball-Star Jim Leyritz verhaftet. Der 44-Jährige soll laut Polizeiangaben in Fort Lauderdale/Florida in der Nacht zum Freitag nach Überfahren einer roten Ampel mit einem anderen Wagen zusammengestoßen sein. Dabei wurde die Fahrerin des anderen Autos getötet. Leyritz spielte von 1990 bis 1996 und in der Saison 1999/2000 für die New York Yankees.
Die SG Flensburg-Handewitt geht als Spitzenreiter der Handball-Bundesliga ins neue Jahr. Die Norddeutschen setzten sich beim Wilhelmshavener HV 40:27 durch und haben nach dem 19. Spieltag weiter einen Punkt Vorsprung auf den THW Kiel. Der deutsche Meister hatte in der heimischen Ostseehalle gegen den TV Großwallstadt keine Probleme und siegte 33:21. Einen Sieg feierte auch der HSV Hamburg, der MT Melsungen 38:25 bezwang und punktgleich mit dem THW auf Platz drei rangiert.
EHF-Pokalsieger SC Magdeburg musste dagegen eine 30:35-Niederlage beim TuSEM Essen verkraften. Aufsteiger Füchse Berlin gewann gegen Frisch Auf Göppingen 27:23.
hut/sid/dpa