Mixed Zone: Kessler gesperrt, Telekom setzt auf Formel 1 - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Kessler gesperrt, Telekom setzt auf Formel 1

Formel 1 statt Radsport: Die Deutsche Telekom steigt im motorisierten Rennsport ein. Ein ehemaliger Weltklasse-Eiskunstläufer wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Radprofi Matthias Kessler ist wegen Testosteron-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden.
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Hamburg - Kessler darf bis zum 26. Juli 2009 keine Rennen bestreiten, entschied heute die Disziplinarkammer des Schweizer Olympischen Komitees für Dopingfragen. Zudem muss der 28-Jährige die Verfahrenskosten in Höhe von 5000 Franken zahlen sowie alle seit dem 24. April 2007 eingefahrenen Preisgelder zurückerstatten.

Kessler reagierte auf das Urteil "enttäuscht und konsterniert" und beteuerte, nicht gedopt zu haben. "Ich habe kein Testosteron genommen. Es ist offensichtlich ein gesundheitliches Problem gewesen", sagte er heute. "Matthias Kessler schwört Stein und Bein, kein Testosteron genommen zu haben", sagte sein Anwalt Michael Lehner und erwägte einen Gang zum Internationalen Sportgerichtshof Cas, "um das gutachterlich klären zu lassen". Kessler war im Juli 2007 nach der B-Probe vom Astana-Team entlassen worden.

Formel-1-Pilot Nick Heidfeld bekommt in diesem Jahr ein Doppelmanagement. Neben seinem langjährigen Berater Werner Heinz wird sich Andre Theuerzeit von der Sportkommunikations- Agentur b.a.n.g aus Heidfelds ursprünglicher Heimat Mönchengladbach 2008 um die Belange des 31-jährigen BMW-Sauber-Fahrers kümmern. Nach dem Ende des Vertrages mit Heinz zum 31. Dezember 2008 übernimmt Theuerzeit dann das alleinige Management des in der Schweiz lebenden Heidfeld. 2009 will der BMW-Sauber-Pilot, der in der vergangenen Saison als bester deutscher Fünfter in der Gesamtwertung geworden war, um den WM-Titel fahren.

Für dieses Ziel gibt es ab der kommenden Saison Geld von der Deutschen Telekom. Diese wird mit ihrer Geschäftskundentochter T-System Technologie-Partner bei BMW-Sauber. Das Logo des Unternehmens wird außen und innen am Cockpitbereich des neuen BMW-Sauber F1.08 und auf der Fahrzeugnase zu sehen sein. Außerdem taucht das Logo an der Teamkleidung und den Fahrerhelmen auf. Die Deutsche Telekom war im Dezember wegen zahlreicher Doping-Skandale nach knapp 17 Jahren aus dem Sponsoring im Radsport ausgestiegen.

Teams und Fahrer 2008

Team Fahrer I Fahrer II
BMW-SAUBER Heidfeld Kubica
FERRARI Räikkönen Massa
FORCE INDIA Sutil Fisichella
HONDA Button Barrichello
MCLAREN-M. Hamilton Kovalainen
RED BULL Coulthard Webber
RENAULT Alonso Piquet Jr.
SUPER AGURI Sato Davidson
TORO ROSSO Vettel Bourdais
TOYOTA Trulli Glock
WILLIAMS Rosberg Nakajima

Der neue Rennwagen von Heidfeld und dem Polen Robert Kubica für 2008 wird am kommenden Montag in München vorgestellt. Die Saison beginnt am 16. März mit dem Grand Prix in Melbourne. In dieser Woche hatten Ferrari, McLaren-Mercedes und Toyota ihre neuen Boliden vorgestellt.

Christopher Bowman, früherer WM-Zweiter im Eiskunstlauf, ist gestern tot in Los Angeles aufgefunden worden. Die Todesursache ist noch unbekannt. Der 40-jährige Bowman war 1989 und 1992 US-Meister, 1989 holte er WM-Silber, ein Jahr später WM-Bronze. Zweimal nahm er an Olympischen Speilen teil. Nach dem Ende seiner Karriere war Bowman, der auch als Schauspieler gearbeitet hatte, mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Drei Tage vor Beginn der Australian Open hat die Weltranglisten-Erste Justine Henin den 40. Turniersieg ihrer Karriere gefeiert. Die Belgierin setzte sich am Freitag im Endspiel des WTA- Tennisturniers von Sydney 4:6, 6:2, 6:4 gegen die Russin Swetlana Kusnezowa durch. Damit unterstrich die Australian-Open-Siegerin von 2004 ihre Favoritenstellung für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres, das am Montag in Melbourne beginnt. In dieser Woche wird die 25-Jährige zudem zum 100. Mal die Weltrangliste als Nummer eins anführen.

fpf/sid/dpa

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