Mixed Zone Pechstein muss länger auf Urteil warten
Eisschnellläuferin Pechstein: Entscheidung "in etwa zwei Wochen"
Foto: A2800 epa Sergei Ilnitsky/ dpaHamburg - Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat am Mittwochabend bekanntgegeben, die Entscheidung im Fall Claudia Pechstein werde "in etwa zwei Wochen" veröffentlicht. Grund sei, dass das dreiköpfige Schiedsgericht das Urteil zusammen mit der schriftlichen Begründung verkünden wolle. Die Beratungen und die Erstellung des eigentlich für Donnerstag erwarteten Urteils seien noch nicht abgeschlossen. Pechstein hatte vor dem Cas um eine Aufhebung ihrer Zwei-Jahres-Sperre wegen auffälliger Blutwerte gekämpft.
Nun wird Pechstein definitiv den Weltcup-Auftakt am Wochenende in Berlin verpassen, wahrscheinlich auch den zweiten Weltcup eine Woche später in Heerenveen. Dies hätte im Falle eines Freispruchs Konsequenzen für einen möglichen Start Pechsteins bei den Olympischen Spielen 2010 - die Chancen auf eine gute Startgruppe in Vancouver wären gering, vorausgesetzt die Qualifikation gelänge ihr überhaupt noch. "Das ist für Claudia eine große Benachteiligung in Richtung Olympia", sagte ihr Manager Ralf Grengel.
Sollte München den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018 erhalten, rechnen die offiziellen Olympia-Planer mit Kosten von rund drei Milliarden Euro. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Wie aus den Eckdaten für die offiziellen Bewerbungsunterlagen hervorgeht, sollen die Spiele nach Schätzungen der Bewerbungsgesellschaft München 2018 zwischen 2,9 und 3,5 Milliarden Euro kosten. Davon müssen der Bund, der Freistaat Bayern, die beteiligten Kommunen München und Garmisch-Partenkirchen sowie private Träger nach diesen Berechnungen bis 2018 zwischen 1,7 und 2,3 Milliarden Euro in olympische Infrastruktur wie Straßen, Bahntrassen, Sportstätten und Unterkünfte investieren.
Das Budget für die Organisation der Spiele selbst beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro und soll sich aus Sponsorengeldern, Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten und Zuwendungen des Internationalen Olympischen Komittees (IOC) decken. Neben der bayerischen Landeshauptstadt bewerben sich auch das französische Annecy und das südkoreanische Pyeongchang um die Ausrichtung der Winterspiele 2018.
Handball-Trainer Gunnar Prokop ist nach seinem Skandal-Foul in der Champions League der Frauen hart bestraft worden. Das Schiedsgericht des Europäischen Verbandes EHF sperrte den Österreicher für drei Jahre für alle internationalen Wettbewerbe sowie für sämtliche EHF-Aktivitäten. Eine Funktion innerhalb des Verbandes darf er nie wieder ausüben. Prokop hatte zuletzt als Vorsitzender des "Women's Club Committee" amtiert. Zudem muss der 69-Jährige 45.000 Euro Strafe zahlen, sein Club Hypo Niederösterreich, bei dem Prokop das Traineramt am Dienstag niedergelegt hat, 30.000 Euro. Gegen das Urteil ist innerhalb von 21 Tagen Einspruch möglich.
Prokop war in der vergangenen Woche im Spiel gegen Metz beim Stand von 27:27 sieben Sekunden vor Schluss aufs Spielfeld gestürmt, um einen Gegenstoß der Französinnen mit vollem Körpereinsatz zu stoppen, und foulte dabei die Metzer Spielerin Svetlana Ognjenovic. Prokop wurde per Roter Karte des Feldes verwiesen. Am Dienstag trat er zurück und entschuldigte er sich in einer Presseerklärung schriftlich. Prokop sprach von einer Kurzschlusshandlung sowie "unentschuldbaren Fehlreaktion" und "unverzeihlichen Situation".