Mixed Zone Revanchekampf perfekt - Walujew boxt Tschagajew
Hamburg - Die Revanche zwischen Weltmeister Ruslan Tschagajew und Nikolai Walujew wird voraussichtlich am 31. Mai in Deutschland stattfinden. Dies gab die Hamburger Universum Box-Promotion heute bekannt. Promoter Klaus-Peter Kohl ersteigerte die Kampfrechte für rund 4,35 Millionen Dollar, sein Konkurrent Wilfried Sauerland hatte etwa 3,5 Millionen geboten.
Walujew hatte den WBA-Titel im April vergangenen Jahres gegen den noch ungeschlagenen Tschagajew verloren. Es war die bislang einzige Niederlage in der Karriere des russischen 2,13-Meter-Hünen. Die Revanche hatte er sich mit einem Sieg gegen den Weißrussen Sergej Lijachowitsch verdient. Tschagajew wollte ursprünglich zunächst eine freiwillige Titelverteidigung bestreiten. Als Gegner war in einem internen Stall-Duell Luan Krasniqi im Gespräch. Doch die WBA gab diesem Wunsch nicht statt. Stattdessen legte der Verband die obligatorische 30-Tage-Frist fest, in der sich die Boxställe Universum und Sauerland auf einen Kampf zu einigen hatten.
Der deutsche Tennisprofi Maximilian Abel ist nach Informationen der "Bild"-Zeitung positiv auf Kokain getestet worden. Bei der International Tennis Federation (ITF) laufe daher ein Dopingverfahren gegen den 26-Jährigen. "Ja, ich bin positiv auf Kokain getestet worden", sagte Abel. In der vergangenen Woche sei er von einem Dopingfahnder der ITF vernommen worden. "Mehr möchte ich nicht sagen. Es ist ein schwebendes Verfahren."
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) wusste noch nichts von einer möglichen Strafe: "Uns liegt keine offizielle Mitteilung der ITF vor, dass Maximilian Abel wegen Dopings gesperrt ist", sagte DTB-Sprecher Oliver Quante. Alles andere bleibe abzuwarten. "Wir werden uns nicht an Spekulationen beteiligen", so Quante. Die A- und B-Probe Abels sollen Ende September 2007 beim Turnier im französischen Metz ein positives Ergebnis aufgewiesen haben. In der Weltrangliste ist Abel, der 2003 deutscher Meister war, aktuell auf Position 953 notiert. Ihm drohen zwei Jahre Sperre.
Auch der deutsche Billardsport hat einen Dopingfall: Der Einband-Meister Axel Büscher ist bei den nationalen Titelkämpfen im November 2007 positiv auf Hydrochlorothiazid getestet worden. Die Substanz selbst gilt nicht als leistungssteigernd, ist aber als mögliches Maskierungsmittel für Epo-Doping verboten. Eine Leistungssteigerung durch Epo ist im Präzisionssport Billard allerdings nicht möglich. Die nachgewiesene Substanz war in einem ACE-Hemmer enthalten, den Axel Büscher auf ärztliche Verordnung eingenommen hatte. Allerdings hätte er sich die Einnahme genehmigen lassen müssen. Büscher selber hat die Einnahme gestanden und auf die Öffnung der B-Probe verzichtet. Von der Deutschen Billard-Union (DBU) wurde er für ein Jahr gesperrt, zudem verliert er seinen Meister-Titel.
Im Dauerstreit der Radsport-Funktionäre will die Profi-Vereinigung AIGCP den Weltverband UCI umgehen und sich mit dem Ausrichter der Tour de France, Aso, über die Startmodalitäten einigen. Wie Paris-Nizza sollen die Tour sowie die Rennen Paris-Roubaix und Paris-Tour nach den Regeln des französischen Sportrechts ausgetragen werden. Dies sei das Ergebnis eines Treffens zwischen der AIGCP und dem Renn-Veranstalter Aso, sagte der AIGCP-Vorsitzende Eric Boyer dem Internetanbieter "cyclingnews". Die Aso werde innerhalb der nächsten Woche die Einladungen für die Rennen in Frankreich verschicken. "Dann werden wir die Teilnahme-Verträge für die gesamte Saison unterzeichnen. Wir können nicht einen Organisator boykottieren, dem die wichtigsten Rennen auf dem Kalender gehören", so Boyer.
hut/sid/dpa