Mixed Zone: Schuster neuer Skisprung-Trainer, Weitspringer gesperrt - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Schuster neuer Skisprung-Trainer, Weitspringer gesperrt

Nachhilfe aus Österreich: Werner Schuster betreut künftig die deutschen Skispringer. Ein gedopter deutscher Weitspringer muss zwei Jahre pausieren. Der Fall Landis geht erneut in die Verlängerung. Eishockey-Nationaltorwart Müller wurde übel beschimpft.
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Hamburg - Der Österreicher Werner Schuster wird überraschend neuer Skisprung-Bundestrainer. Er übernimmt den Posten von Peter Rohwein. Wegen des Angebots aus Deutschland kündigte der 38-jährige Schuster am Dienstag seinen Vertrag als Schweizer Nationaltrainer nach nur einem Jahr. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Ski-Verbandes, bestätigte den Wechsel seines " Wunschkandidaten". Zum sportlichen Leiter der Skispringer und Nachfolger von Rudi Tusch wurde Horst Hüttel ernannt. Hüttel ist zudem weiterhin in gleicher Funktion für die Kombinierer zuständig.

"Mit meinen Kenntnissen will ich mittel- und langfristig dazu beitragen, den deutschen Skisprung wieder in die Weltspitze zurückzuführen", sagte Schuster. Er soll dabei den gesamten Skisprung-Bereich neu strukturieren. Schuster bestritt zwischen 1987 und 1995 mehr als 50 Weltcupspringen. Noch während seiner Sprung-Karriere begann er an der Universität in Innsbruck ein Studium in Sport und Psychologie. Später ließ er sich auch zum Skisprung-Trainer ausbilden und war fortan im österreichischen Nachwuchsbereich tätig.

Der Disziplinarausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hat Weit- und Dreispringer Nico Bayer von der LG Eintracht Frankfurt wegen Dopings für zwei Jahre bis zum 24. Februar 2010 gesperrt. Im Urin des 20-Jährigen waren bei einer Probe während der hessischen Hallenmeisterschaften am 13. Januar Amphetamine entdeckt worden. Sie zählen zur verbotenen Gruppe der Stimulanzien. Der Athlet gab den Verstoß bei einer mündlichen Anhörung zu. Bayer, dessen Bestleistungen bei 7,54 Meter im Weit- und 15,69 Meter im Dreisprung stehen, hatte bei den hessischen Hallenmeisterschaften den Dreisprung gewonnen. Seinen größten Erfolg feierte er 2006 als Dreisprung-Elfter der U20-WM in Peking.

Landis-Urteil nicht vor Juni

Ein Urteil des Obersten Sportsgerichtshofes (Cas) im Fall Floyd Landis ist nicht vor Juni zu erwarten. Dies gab der Cas nach umfangreichen Zeugen-Vernehmungen in New York bekannt. Die drei Richter hatten 14 Zeugen über insgesamt 35 Stunden befragt und zehn weitere schriftliche Zeugenaussagen gesichtet. Bis zum 18. April können alle Seiten nun weitere Beweismittel vorlegen.

Landis wehrt sich gegen seine Disqualifikation als Gewinner der Tour de France 2006 und die Dopingsperre bis zum 29. Januar 2009. Der 31-Jährige war am 20. September vergangenen Jahres mit 2: 1 Stimmen vom Schiedsgericht der US-Antidoping-Agentur schuldig gesprochen worden. Zum neuen Toursieger 2006 wurde daraufhin der Spanier Oscar Pereiro erklärt.

Eishockey-Nationaltorwart Robert Müller ist während des Playoff-Viertelfinals seiner Kölner Haie bei Adler Mannheim übel beschimpft wurde. "Wärst du besser nicht gesund geworden", riefen Adler-Anhänger dem Kölner Torhüter zu. Das berichtete dessen Teamkollege Andreas Renz nach dem 4:3-Sieg der Haie im vierten Viertelfinale bei Titelverteidiger Mannheim. Der Ex-Mannheimer Müller hatte im vergangenen Jahr den Kampf gegen den Krebs gewonnen, nachdem ein bösartiger Hirntumor festgestellt worden war.

Eine "Katastrophe" nannte Mannheims Manager Marcus Kuhl die Anfeindungen nach Spielschluss am Kölner Mannschaftsbus. "Das ist ganz schlimm und nicht zu akzeptieren", sagte Kuhl und kündigte an: "Wir werden uns zusammensetzen und besprechen, was wir machen können." Auch der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, Gernot Tripcke, verurteilte die verbalen Attacken. "Wir werden mit den Mannheimern prüfen, wie wir die Mannschaften besser abschotten können", sagte er. Der 27-jährige Müller nahm die Anfeindungen äußerlich gelassen hin: "Ich habe es gehört, aber da stehe ich drüber."

wit/sid/dpa

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