Mixed Zone Serdarusic wird Trainer der Rhein-Neckar-Löwen
Hamburg - Zvonimir "Noka" Serdarusic wird ab der kommenden Saison neuer Trainer des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen. Dies teilte der Verein am Mittwochmittag offiziell mit. Der 58-jährige Serdarusic, der beim Ligarivalen THW Kiel noch freigestellt ist, wird demnach ab dem 1. Juli 2009 auf der Bank des aktuellen Tabellenneunten sitzen. Der gebürtige Kroate wird einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten. "Zunächst wollte ich nicht in Rente gehen, sondern irgendwo leistungsorientiert arbeiten. Und die Voraussetzungen stimmen bei den Rhein-Neckar Löwen. Der Verein will ganz nach oben - und genau das will ich auch", begründete Serdarusic seine Entscheidung.
Für Löwen-Manager Thorsten Storm ist die Verpflichtung von Serdarusic der "nächste Schritt in unserer Entwicklung". Der 44-Jährige weiter: "Noka ist der erfolgreichste Trainer in der Bundesliga. Wenn er in Ruhe arbeiten kann, gibt es für mich keinen Besseren auf dieser Position."
Seit 1993 ist Noka Serdarusic, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, beim THW Kiel tätig. In dieser Zeit gewann er elf deutsche Meisterschaften und 2007 die Champions League. Die Zukunft des bisherigen Löwen-Trainers Wolfgang Schwenke ist indes noch ungewiss. "Mit ihm laufen Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit über diese Saison hinaus. Denn für gute Leute gibt es in unserem Club viel zu tun", erklärte Thorsten Storm.
Als einzige deutsche Yacht nimmt die Berliner "Walross IV" am "Sydney-Hobart-Yacht-Race" teil. Nach Angaben des Akademischen Segler-Vereins Berlin geht das Schiff am 26. Dezember an den Start der bis zu vier Tage dauernden Hochsee-Regatta. Die über 628 Seemeilen führende Regatta gilt als eines der anspruchsvollsten Hochseerennen weltweit, da extreme Wetter- und Seebedingungen herrschen können. 1998 kamen bei einem Sturm mit Windböen von bis zu 80 Knoten (circa 150 Stundenkilometer) sechs Segler ums Leben. Die "Walross IV" hat eine der jüngsten Crews im Teilnehmerfeld an Bord, besteht aus Studenten im Alter zwischen 20 und 27 Jahren.
Erstmals sind zwei auf der Position des Quarterbacks spielende Brüder für das alljährliche All-Star-Game der nordamerikanischen American-Football-Liga NFL nominiert worden. Für den 32-jährigen Spielmacher der Indianapolis Colts, Peyton Manning, ist es bereits die neunte Nominierung in den vergangenen elf Jahren. Sein 27-jähriger Bruder Eli, für Titelverteidiger New York Giants aktiv, ist erstmals beim sogenannten Pro Bowl am 8. Februar auf Hawaii dabei.
Von den Giants kommt auch der bislang älteste3 Teilnehmer am Pro Bowl: Kicker John Carney, 44 Jahre alt, hatte er erst zu Saisonbeginn in New York unterschrieben und sollte kurzzeitig den verletzten Stammkicker Lawrence Tynes ersetzen. Seitdem traf er 27 seiner 29 Field-Goal-Versuche, zwei wurden geblockt. Am meisten Akteure stellen die New York Jets, unter ihnen auch Quarterback Brett Favre, der von den Green Bay Packers zur laufenden Spielzeit zu den Jets gekommen war. Es ist seine zehnte Berufung ins All-Star-Team.
Sportmediziner wollen B-Probe abschaffen
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) hat die B-Proben bei Kontrollen als "Anachronismen in der Doping-Bekämpfung" bezeichnet und ihre weltweite Abschaffung gefordert. "Die B-Probe erhöht nur die Rechtsunsicherheit und die Einkünfte von Rechtsanwälten", kritisierte DGSP-Wissenschaftsrat Jürgen M. Steinacker bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Frankfurt am Main. Er bemängelte, dass die Urinproben dabei teilweise "drei Wochen ohne Kühlung durch die Welt geflogen werden".
"Das stimmt so nicht. Es gibt einen weltweiten Standard bei A- und B-Proben, die werden immer gemeinsam verschickt", sagte Nada-Sprecherin Ulrike Spitz der dpa. Hans Geyer vom Anti-Doping-Labor in Köln betonte: "Wenn die B-Probe abgeschafft würde, wäre das ein absoluter Rückschritt und eine Missachtung von Athletenrechten." Die Proben werden nach dem Wada- und Nada-Code nur auf ausdrücklichen Wunsch des betroffenen Athleten in einem anderen Labor analysiert als die A-Probe. Dies geschehe sehr selten, erklärte Ulrike Spitz. In 99 Prozent der Fälle stimmen beide Urinproben nach Nada-Angaben überein. Erst dann kann ein Sportfachverband durch sein zuständiges Disziplinarorgan ein Verfahren eröffnen.
"Die B-Probe verbraucht Geld und Zeit und verschlechtert die Resultate des Anti-Doping-Kampfes", heißt es in einer Erklärung der DGSP, in der bundesweit fast 11.000 Sportmediziner organisiert sind. "Sie wird gern manipuliert", sagte sogar DGSP-Präsident Herbert Löllgen. Sie könne unter Umständen sogar "systematisch falsche negative Testergebnisse" liefern, weil zum Beispiel Peptidhormone durch Alterung, Wärme und allein durch Transport abgebaut werden. "Die Haltbarkeitszeit von Epo beträgt ungekühlt nur eine Woche", erklärte Steinacker, der Arzt des Deutschen Ruderverbandes (DRV). Nach Angaben Geyers müssen die B-Proben jedoch spätestens sieben Tage nach der A-Probe geöffnet werden.