Mixed Zone: Spekulationen um Schümann, England blamiert - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Spekulationen um Schümann, England blamiert

Beim nächsten America's Cup könnte ein Deutscher Sportdirektor des Team Germany sein. In der kommenden Woche wird das Urteil gegen Floyd Landis erwartet. Der Rugby-Weltmeister hat eine seiner schwersten Niederlagen erlitten. Tiger Woods ist in Topform.
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Hamburg - Der dreimalige Segel-Olympiasieger Jochen Schümann steht offenbar kurz vor einem Engagement beim deutschen America's Cup-Syndikat Team Germany. Schümann, der die älteste Sporttrophäe der Welt zuletzt zweimal in Folge mit der Schweizer Alinghi gewann, soll beim ersten deutschen Teilnehmer in der 156-jährigen Verantaltungsgeschichte die Rolle des Sportdirektors übernehmen und den gesamten seglerischen Bereich verantworten.

Nach Informationen des Hörfunksenders NDR 90,3 wird er bereits kommenden Mittwoch als Zugang vorgestellt. Schümann gilt schon seit Monaten als Wunschkandidat des Team Germany und würde die Kampagne erheblich verstärken. Ende Juni hatte das Team bereits den Deutsch-Polen Karol Jablonski als Skipper und Steuermann verpflichtet. Zudem könnte das Renommee des besten deutschen Seglers die Suche nach weiteren Sponsoren erheblich erleichtern. Nach Angaben des "Focus" soll neben dem bisherigen Geldgeber United Internet künftig auch der Automobilkonzern Porsche mit an Bord sein. Ein dritter Investor steht angeblich kurz vor der Unterschrift. Der nächste Cup findet 2009 vor Valencia statt.

Im Doping-Fall Floyd Landis wird spätestens am 22. September ein Urteil gefällt. Das Schiedsgericht hat die Strafsache des Tour-de-France-Gewinners von 2006 gestern offiziell geschlossen und wird bis kommenden Samstag das Urteil verkünden. Der Radprofi wurde im Mai zwei Wochen lang verhört. Seitdem hat das Schiedsgericht sämtliche Aussagen untersucht und weitere Informationen von Anklage und Verteidigung gesammelt. Dem 31-jährigen Landis wurde auf der 17. Etappe der Tour de France 2006 Testosterondoping nachgewiesen. Der Amerikaner hat die Einnahme leistungssteigernder Mittel jedoch immer abgestritten. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine zweijährige Radsport-Sperre und die Aberkennung seines Gesamtsieges bei der Frankreich-Rundfahrt.

Südafrika hat Titelverteidiger England bei der Rugby-Weltmeisterschaft in Frankreich blamiert. Die Springboks setzten sich im Pariser Stade de France deutlich 36:0 (20:0) durch und sind damit klarer Tabellenführer der Gruppe A. Niemals zuvor verlor England bei einer Weltmeisterschaft mit einer so großen Punktedifferenz. "Es war ein großes Spiel von uns", sagte Südafrikas Kapitän John Smit, "wir standen gut organisiert und sind sehr froh über den Sieg - aber uns steht noch viel bevor." Sein Gegenüber Martin Corry war am Boden zerstört: "Wir sind furchtbar enttäuscht über unsere Leistung."

Bereits in der ersten Hälfte zog Südafrika mit zwei Versuchen (jeweils sieben Punkte) und zwei verwandelten Straftritten (jeweils drei Punkte) davon. Die völlig indisponierten Engländer kamen lediglich zu einem Dropkick, der allerdings nicht zwischen den Pfosten hindurch flog. Im zweiten Durchgang gelang Südafrika ein weiterer Versuch sowie drei verwandelte Straftritte. Es war Englands erstes Spiel ohne einen Punkt seit 1998. Damals verlor es 0:18 - ebenfalls gegen Südafrika.

Tiger Woods (USA) liegt nach zwei Runden im FedExCup-Finale der 30 besten Golfprofis der Saison überlegen in Führung. Mit 127 Schlägen (64+63) übernahm der 31-jährige Weltranglisten-Erste gestern zur Halbzeit des Turniers auf dem Par 70-Kurs in Atlanta/Georgia die Führung und degradierte die geschockte Konkurrenz zu Statisten. Sein Landsmann Woody Austin (130) kam ihm noch vor Tim Clark (131/Südafrika), Adam Scott (131/Australien) und Mark Calcavecchia 131/USA) am nächsten. Bei dem erstmals ausgetragenen Turnier gibt es insgesamt zehn Millionen Dollar zu gewinnen.

Vor einer Woche hatte Woods das Halbfinale in Chicago gewonnen und damit die FedExCup-Führung übernommen. Es war sein sechster Sieg in diesem Jahr, mit dem er nach 15 Saisonstarts seine Gewinnsumme auf 9,6 Millionen Dollar erhöhte. "Zur Halbzeit bin ich glänzend dabei, aber ich darf nicht in der Konzentration auf das Wesentliche nachlassen, wenn ich gewinnen will", sagte Woods.

fsc/sid/dpa/AP