Mixed Zone: Springreiter meutern, Lanzinger will Schadensersatz - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Springreiter meutern, Lanzinger will Schadensersatz

Spätfolgen eines Unfalls: Skirennfahrer Matthias Lanzinger, der nach einem Sturz einen Unterschenkel verlor, fordert nun Schadensersatz vom Internationalen Skiverband. Der neue Springreiter-Bundestrainer muss in einem Konflikt vermitteln. Ein Amateurgolfer muss für einen Fehlschlag zahlen.
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Hamburg - Der unterschenkelamputierte Skirennfahrer Matthias Lanzinger verlangt vom Internationalen Skiverband Fis Schadensersatz. Das teilte Lanzingers Anwalt Manfred Ainedter nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur Apa am Montag mit. Basis der Forderung sei ein Gutachten, in dem nicht nur eine unvertretbare Verzögerung beim Transport Lanzingers ins Krankenhaus, sondern auch mangelhafte chirurgische Versorgung im Osloer Spital bemängelt worden sei. Lanzinger war beim Super-G-Weltcup Anfang März im norwegischen Kvitfjell so schwer gestürzt, dass ihm der linke Unterschenkel amputiert werden musste. Die Fis bestätigte den Eingang eines Schreibens von Lanzinger und übergab das Dokument ihrem Anwalt.

Bereits vor seinem offiziellen Dienstantritt als Bundestrainer ist Otto Becker in einer Zwickmühle. Die Springreiter meutern, sie ärgern sich über das Vorgehen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) im Fall des gesperrten Christian Ahlmann. Becker soll vermitteln und muss - nach der verbandseigenen Strafe für Ahlmann befragt - zugeben: "Das ist mit mir nicht abgesprochen."

Seinen Abschied aus dem aktiven Sport, den der 49-Jährige mit seinem Sieg im Großen Preis von Hannover krönte, konnte er nur kurz genießen. Vorher und nachher drehte sich fast alles im Reiterlager um die interne 24-Monatssperre für Ahlmann sowie die Diskussion um die Nullgrenze bei Medikamenten im Wettkampf. "Jetzt muss man mal die Emotionen rausnehmen", forderte Becker, der offiziell erst zum 1. Januar 2009 sein Amt antritt.

Erbost sind die Springreiter darüber, dass der nationale Verband seinen Reiter härter bestraft hat als der internationale: Nachdem Ahlmann wegen verbotener Medikation bei seinem Olympia-Pferd Cöster von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung nur für vier Monate gesperrt worden war, schloss die FN den Reiter für zwei Jahre aus dem Nationalteam aus. Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum findet das "unfair" und "schockierend", Ludger Beerbaum spricht von "Wildwest". Lars Nieberg kritisierte: "Ein Zeichen bei der Dopingbekämpfung zu setzen, das ist richtig, aber ob das auf Christians Rücken ausgetragen werden muss, das bezweifle ich."

Der am vergangenen Donnerstag wegen Terrorverdacht verhaftete frühere ungarische Judomeister Krisztian Tölgyesi hat die Anfertigung von Bomben und Zündmechanismen gestanden. Das berichten die ungarischen Medien. Der zur rechtsextremen Szene gehörende Olympia-Viertefinalist von Sydney sitzt in Untersuchungshaft, weil in seinem Auto Sprengsätze gefunden worden waren.

Gebaut hatte Tölgyesi die nach Polizeiaussagen überaus gefährlichen Bomben laut eigenen Angaben nach Anleitungen aus dem Internet. Der 33-jährige Budapester war am 23. Oktober, dem Jahrestag der antikommunistischen ungarischen Revolution von 1956, bei einer Razzia gegen rechte Krawallgruppen in der Hauptstadt festgenommen worden.

Wegen fahrlässigen Verhaltens hat ein Gericht in Seoul einen südkoreanischen Golfamateur zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Spieler muss umgerechnet rund 1100 Euro Schmerzensgeld zahlen, weil er seinen Caddie bei einem misslungenen Abschlag verletzt hatte. Der Caddie war von dem mit voller Wucht abgeschlagenen Golfball aus acht Metern in den Bauch getroffen worden und hatte anschließend sieben Wochen im Krankenhaus verbringen müssen.

goe/sid/dpa

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