Mixed Zone Strüver verdient, Cipollini zahlt
Hamburg - Cipollini wurde nach Informationen italienischer Medien zur Zahlung von 1,6 Millionen Euro für verurteilt. In den vergangenen Jahren hatte Cipollini seinen Wohnsitz nach Monte Carlo verlegt, um in Italien keine Steuern zahlen zu müssen. De facto hatte er jedoch nie im Fürstentum an den Cote d'Azur gelebt, weshalb ihn nun ein Gericht in seiner Heimatstadt Lucca verurteilte. Der ehemalige Sprinter hatte 2005 seine Profikarriere beendet. In seiner 17-jährigen Profi-Laufbahn feierte Cipollini 189 Siege, darunter 42 Etappenerfolge beim Giro d'Italia und zwölf bei der Tour de France.
Golfer Strüver: Am letzten Tag zurückgefallen
Foto: Getty ImagesGolfprofi Sven Strüver hat bei der Joburg Open in Südafrika seinen vierten Sieg auf der Europa-Tour seit 1998 verpasst erhielt aber dennoch eine Prämie von 20.130 Euro. Mit 277 Schlägen (67+71+66+73) fiel der 40-Jährige heute im Finale in Johannesburg noch vom zweiten auf den geteilten neunten Rang zurück. Der 26-jährige Marcel Siem belegt auf dem Par 71-Kurs im Royal Johannesburg and Kensington Golf Club mit 281 Schlägen den mit acht weiteren Konkurrenten geteilten 32. Platz.
Lokalmatador Ricard Sterne verdiente nach Stechen mit einem Birdie (ein Schlag unter Lochstandard) am zweiten Extra-Loch 174.350 Euro für seinen dritten Europa-Toursieg. Nach vier Runden bei dem mit 1,1 Millionen Euro dotierten Wettbewerb hatten der Schwede Magnus Carlsson, Sterne und dessen Landsmann Garth Mulroy mit je 271 Schlägen gleichauf gelegen.
Im Kampf gegen illegale Wetten während der Australian Open hat die australische Polizei eine 24-Stunden-Hotline auf der Anlage im Melbourne Park eingerichtet. Beim Verdacht auf Spielmanipulationen können die Behörden nun direkt unterrichtet werden. Als Wachposten vor Ort wurde ein Detektiv von den Behörden engagiert. Um Manipulationen zu verhindern, sind im gesamten Spielerbereich sämtliche Wetten verboten. Zudem wurde den Fans die Nutzung von Laptops auf den Tribünen untersagt. Als Vizepräsident der Spielergewerkschaft ATP forderte US-Profi James Blake lebenslange Sperre gegen Profis, die wegen eigener Wetteinsätzen Spiele manipulieren. Der Davis-Cup-Sieger schloss sich damit der Meinung von Larry Scott an, dem Exekutivchef der Spielerinnen-Vereinigung WTA.
Marion Jones, verurteilt zu sechs Monaten Haft wegen Falschaussage unter Eid, kann ihre Strafe schon vor dem 11. März antreten. Wie der zuständige Richter mitteilte, hat die 32-jährige US-Amerikanerin bis zu diesem Termin Zeit, sich bei den Behörden zu melden. Bisher war davon ausgegangen worden, dass Jones exakt an diesem Datum ihre Strafe antreten muss. In welches Gefängnis Jones einrücken wird, steht noch nicht fest. Die Anwälte bemühen sich jedoch darum, dass die Mutter zweier Söhne im Alter von sechs Monaten und viereinhalb Jahren in der Nähe von Austin in Texas inhaftiert wird, damit sie dicht bei ihrer Familie ist.
fpf/sid/dpa