Mixed Zone: Tennisspiel wird untersucht, Italiener streichen Segel - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Tennisspiel wird untersucht, Italiener streichen Segel

Zwei Radprofis sind genervt von den ständigen Dopingverdächtigungen. Wegen hoher Wetteinsätze ist ein Tennismatch im Visier der Fahnder. Ein Segelsyndikat aus Italien kehrt dem America's Cup den Rücken.
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Hamburg - Die Radprofis Jens Voigt und Grischa Niermann haben sich gegen den Doping-Generalverdacht in ihrer Sportart gewehrt. "Es kann nicht sein, dass wir alle in einen Topf geschmissen werden. Ich muss mich für alles rechtfertigen. Fahre ich schnell, heißt es, der ist gedopt. Fahre ich langsam, heißt es, der hat nicht gedopt", sagte CSC-Profi Voigt heute vor dem Start des Kriteriums "Nacht von Hannover". Das Kontrollsystem sei engmaschiger geworden: "Wir arbeiten weiter daran."

Niermann sprach von "schwarzen Schafen", über die mit Sicherheit berichtet werden müsse. "Ich finde es aber traurig, dass die Berichterstattung so negativ ist. Die Medien haben einen großen Anteil daran, dass ich bei der Tour de France ständig ausgebuht worden bin", erklärte der Lokalmatador. Er fährt für das niederländische Rabobank-Team. Der Rennstall hatte während der Frankreich-Rundfahrt den Dänen Michael Rasmussen entlassen. Zu diesem Zeitpunkt trug Rasmussen das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Wegen ungewöhnlich hoher Wetteinsätze beim Tennis-Turnier im polnischen Sopot hat die ATP eine Untersuchung eingeleitet. Der Verdacht bezieht sich auf die Partie zwischen dem Weltranglistenvierten Nikolaj Dawydenko aus Russland und dem Argentinier Martin Vassallo Arguello. Bei dem britischen Wettanbieter Betfair waren für das Spiel rund sieben Millionen Dollar an Wetteinsätzen eingegangen, rund das Zehnfache der üblichen Beträge. Das meiste Geld wurde auf einen Sieg von Vassallo Arguello gesetzt, nachdem dieser den ersten Satz deutlich verloren hatte. Dawydenko gab beim Stand von 6:2, 3:6, 2:1 aus seiner Sicht schließlich wegen einer Fußverletzung auf. Betfair erklärte alle Wetten auf die Partie für nichtig.

Das italienische Segel-Syndikat Luna Rossa wird 2009 nicht mehr im Kampf um den America's Cup an den Start gehen. Das teilte Kapitän Patrizio Bertelli heute mit. Die italienische Yacht hatte in diesem Jahr das Finale der Herausforderer-Runde erreicht, dort aber klar gegen das Team New Zealand verloren. " Wir hatten zehn intensive Jahre. Das war ein unvergessenes Experiment", sagte Bertelli. Der America's Cup 2009 findet erneut im Segelrevier vor Valencia statt. Das hatte Titelverteidiger Alinghi entschieden. Bislang haben das Team Shosholoza aus Südafrika, das Team New Zealand und die Spanier von Desafio Espanol ihre Startzusage gegeben. Auch eine Teilnahme des Teams Germany ist wahrscheinlich.

mt/sid/dpa

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