Mixed Zone: Tiger entkommen Eisbären, Flaute bei Segel-WM - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mixed Zone Tiger entkommen Eisbären, Flaute bei Segel-WM

Hohe Führung, Ausgleich, Sieg kurz vor Schluss: Der Auftritt von DEL-Tabellenführer Nürnberg gegen Verfolger Berlin wurde ein Eishockey-Krimi. Die deutschen Tischtennis-Damen scheitern im Achtelfinale. Der Segel-WM fehlt Wind.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Nürnberg Ice Tigers haben ihren Verfolger Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockeyliga DEL weiter distanziert. Der Spitzenreiter gewann gegen den Tabellenzweiten 6:4 (3:0, 1:4, 2:0) und liegt mit 110 Punkten drei Spiele vor Ende der Vorrunde sechs Zähler vor dem Meister von 2005 und 2006.

Eisbär Braun (l.): Erst ausgeglichen, dann verloren

Eisbär Braun (l.): Erst ausgeglichen, dann verloren

Foto: Getty Images

Drei Tore innerhalb von 87 Sekunden brachten die scheinbar aussichtslos 1:4 zurückliegenden Eisbären in Nürnberg wieder ins Spiel. Andre Rankel (36.), Stefan Ustorf (37.) und Jens Baxmann (38.) schossen den Ausgleich heraus, beim Stand von 0:4 war zuvor Sven Felski (23.) der erste Berliner Treffer gelungen. Nürnberg war zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Richard Brennan (7.), Petr Fical (14.) sowie zweimal Michel Periard (15./21.) schon auf 4:0 davongezogen. In der Schlussphase sicherten Andre Savage (59.) und Colin Beardsmore (60.) Nürnberg doch noch den 15. Heimsieg aus den vergangenen 16 Spielen.

Im zweiten Duell des Abends schaffte Titelverteidiger Adler Mannheim mit einem 6:2 (2:1, 2:1, 2:0) gegen die Straubing Tigers als fünftes Team den Sprung in die Play-offs. Mit 90 Punkten sind die Adler nun nicht mehr von einem der ersten sechs Tabellenplätze zu verdrängen. Neben dem Spitzenduo hatten sich zuvor bereits die Kölner Haie und die Frankfurt Lions qualifiziert.

Auch eineinhalb Wochen vor der Hallen-WM der Leichtathleten im spanischen Valencia schwächelt Stab-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa weiter. Die Russin meisterte beim Sportfest im französischen Clermont-Ferrand nur 4,61 Meter und scheiterte beim Versuch, ihre am 16. Februar in Donezk (Ukraine) aufgestellte Bestmarke von 4,95 Metern um einen Zentimeter zu steigern. Auch vor einer Woche im polnischen Bydgoszcz hatte sich die 25-Jährige mit 4,61 Metern zufriedengeben müssen und zudem nach 23 Siegen in knapp 18 Monaten erstmals wieder verloren.

Höhengleiche Zweite wurde in Frankreich die Brasilianerin Fabiana Murer. Sie trainiert wie Issinbajewa bei Witali Petrow, dem ehemaligen Coach von Männer-Weltrekordler Sergej Bubka. Platz vier belegte die deutsche Hallenrekordlerin Carolin Hingst (4,41).

Die Top-Leistung der Veranstaltung zeigte Weltfinalsieger Dayron Robles (Kuba) in 7,39 Sekunden über 60 Meter Hürden. Er ist gut gerüstet für das WM-Duell mit Olympiasieger Liu Xiang (China). Liu bestreitet in Valencia sein einziges Rennen der Wintersaison. Die 60 Meter flach entschied der ehemalige 100-Meter-Weltmeister Kim Collins (St. Kitts und Nevis) in guten 6,56 Sekunden für sich.

Die deutschen Tischtennis-Frauen sind bei der Mannschafts-WM in China ausgeschieden. Sie unterlagen im Achtelfinale der rumänischen Vertretung 2:3. Die Punkte für das deutsche Team holten Wu Jiaduo und Elke Wosik. Nun trifft die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Bitzigeio in der Platzierungsrunde um die Ränge neun bis zwölf auf die USA.

DTTB bewirbt sich um Mannschafts-WM

Der DTTB bewirbt sich als Ausrichter der Team-WM in vier Jahren. Während der Vollversammlung der Weltföderation ITTF machte DTTB-Präsident Thomas Weikert in Guangzhou die Delegierten aus mehr als 120 Ländern mit den deutschen Plänen bekannt. Bis jetzt gibt es noch keinen Gegenkandidaten. Deutschland war zuletzt 2006 in Bremen Gastgeber für die Mannschafts-WM. Der ITTF-Kongress bestätigte die Einzel-Weltmeisterschaften 2009 in Yokohama, die Team-WM 2010 in Moskau und die Individual-WM 2011 in Rotterdam.

Eine hartnäckige Flaute hat heute für den Ausfall des dritten Renntages bei der Segel-Weltmeisterschaft in der Tornado-Klasse vor Takapuna (Neuseeland) gesorgt. Die Wettfahrten fünf und sechs der geplanten zehn Rennen wurden auf den ursprünglich als Ruhetag vorgesehenen morgigen Donnerstag verschoben. Der dreimalige Weltmeister Roland Gäbler und sein Vorschoter Gunnar Struckmann nehmen derzeit Platz zwei in der Gesamtwertung mit nur zwei Punkten Rückstand auf die führenden Franzosen Yann Guichard/Alexandre Guyader ein.

goe/sid/dpa

Mehr lesen über