Mixed Zone: Tschagajew gibt Comeback, Coulthard vor DTM-Einstieg - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Tschagajew gibt Comeback, Coulthard vor DTM-Einstieg

Boxer Ruslan Tschagajew gibt im Mai sein Comeback. Der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard steht kurz vor einem Einstieg in die DTM. In Wolfsburg erhitzt ein Rallye-Auto die Gemüter, das die Spielfläche bei den Eishockey-Playoffs ramponierte.
Boxprofi Tschagajew: Comeback im Mai
Boxprofi Tschagajew: Comeback im Mai

Boxprofi Tschagajew: Comeback im Mai

Foto: Jussi Nukari/ AP
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Hamburg - Boxprofi Ruslan Tschagajew wird am 22. Mai sein Comeback nach einer längeren Wettkampfpause geben. Der Usbeke trifft in der Rostocker Stadthalle in einem WM-Ausscheidungskampf nach WBA-Version auf den Australier Kali Meehan. Der Sieger des Duells wird offizieller Herausforder des WBA-Champions, der am Samstag in Manchester zwischen Titelverteidiger David Haye (Großbritannien) und dem Amerikaner John Ruiz ermittelt wird. Tschagajew, von 2007 bis 2009 WBA-Champion, hatte vor elf Monaten letztmals im Ring gestanden. Damals unterlag er in der Fußball-Arena des FC Schalke 04 Wladimir Klitschko durch technischen K.o.

Es sollte eine Einlage für die Zuschauer werden, am Ende wurde es eine peinliche Panne: In der ersten Drittelpause des Playoff-Viertelfinalauftakts in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen dem gastgebenden EHC Wolfsburg und der Düsseldorfer EG fuhr ein mit Spikes ausgerüstetes VW-Rallye-Auto aufs Eis und ramponierte es mit wilden Manövern. Mehrere Zentimeter tiefe Furchen waren das Ergebnis, die Partie musste für 105 Minuten unterbrochen werden, um die Spielfläche wiederherzustellen. Folge: Nachdem Wolfsburg bereits 3:0 geführt hatte, verlor das Team nach der Unterbrechung seinen Rhythmus, rettete den Sieg aber mit 4:2 über die Runden. "Wir hatten alles gut im Griff. Leider hat uns der VW Touareg dann ausgebremst", sagte Stürmer Andreas Morczinietz.

Die DEL kündigte an, wegen der Vorfälle ein Ermittlungsverfahren einzuleiten und eine Geldstrafe gegen den EHC Wolfsburg zu verhängen, das Ergebnis des Spiels habe jedoch Bestand. Liga-Chef Gernot Tripcke bezeichnete die Vorfälle als "sehr ärgerlich" und "sehr peinlich" und kündigte eine Entscheidung für die kommende Woche an. Volkswagen-Motorsport hat unterdessen die Schuld an der Panne zurückgewiesen. "Das war ein abgesprochenes Manöver, und der Fahrer hat sich genau an die Anweisungen gehalten", sagte Marketing-Chef Stefan Moser und nahm Pilot Timo Gottschalk in Schutz.

Während Wolfsburg und Düsseldorf in weiteren maximal vier Spielen den Halbfinalisten ermitteln, hat es der deutsche Rekordmeister Adler Mannheim gar nicht erst in die Runde der letzten acht Teams geschafft und scheiterte bereits in den Vor-Playoffs. Daher hat Clubchef Daniel Hopp nun personelle Konsequenzen angekündigt. "Sicher mehr als nur einer", antwortete Hopp in der Tageszeitung "Rheinpfalz" auf die Frage, wie viele Profis trotz laufender Verträge den Verein verlassen sollen. " Auf jeden Fall gehen wir die einzelnen Spieler mit unserem künftigen Trainer Harold Kreis durch", sagte Hopp, der Sohn des Hoffenheim-Mäzens Dietmar Hopp. Das frühe Ausscheiden der mit Titelambitionen in die Saison gestarteten Mannheimer kommentierte der 29 Jahre alte Geschäftsführer mit den Worten: "Charakterlich war das nicht in Ordnung, das war unterirdisch und respektlos gegenüber Organisation und Fans."

Der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard steht vor einem Einstieg in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Das Mercedes-Team, bei dem Ralf Schumacher seinen Vertrag jüngst verlängerte, will den Schotten verpflichten. "Noch ist kein Vertrag unterschrieben, aber David und ich führen vor dem Grand Prix von Malaysia Gespräche", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor dem an diesem Sonntag stattfindenden Formel-1-Rennen in Kuala Lumpur (10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). "Die Chance, dass wir eine Lösung finden, halte ich für gut", so Haug. Coulthard fuhr zwischen 1996 und 2004 in der Formel 1 für McLaren-Mercedes und feierte in dieser Zeit zwölf seiner insgesamt 13 Siege.

Caster Semenya muss geduldig sein: Die Testergebnisse der 800-Meter-Weltmeisterin im Streit um ihr Geschlecht werden erst im Juni vorliegen. Das teilte der südafrikanische Leichtathletik-Verband (Asa) mit. Bis zur abschließenden Klärung gilt für Semenya ein internationales Startverbot. Ungeachtet der Situation hatte die Athletin erklärt, dass sie wieder an Wettkämpfen teilnehmen werde. Semenya, die sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale aufweisen soll, war gut drei Monate nach der WM 2009 in Berlin als Titelgewinnerin bestätigt worden.

Erneut frühes Ausscheiden für Roger Federer: Der Schweizer unterlag im Achtelfinale des ATP-Turniers in Miami überraschend dem an Nummer 16 gesetzten Tschechen Tomas Berdych 4:6, 7:6 (7:3) und 6:7 (6: 8). Dabei wehrte Berdych im letzten Durchgang sogar einen Matchball des Weltranglistenersten ab. "Mein Spiel hat im Moment Lücken, ich habe kein optimales Timing und weiß nicht, warum das so ist", so Federer, der nach einer mehrwöchigen Pause im Anschluss an eine Lungeninfektion bereits bei seinem Comeback vor zwei Wochen in Indian Wells frühzeitig in der dritten Runde an Marcos Baghdatis aus Zypern gescheitert war.

ham/sid/dpa