Mixed Zone: Vettel bestraft, Joppich ist Weltmeister - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Vettel bestraft, Joppich ist Weltmeister

Weil er beim Großen Preis von Japan einen Unfall verursacht haben soll, muss ein deutscher Formel-1-Fahrer beim nächsten Rennen von weit hinten starten. Peter Joppich ist der beste Florett-Fechter der Welt. Timo Glock gewinnt den Titel in der GP-2-Serie.
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Hamburg - Der Automobil-Weltverband Fia hat Sebastian Vettel als Unfall-Verursacher beim Großen Preis von Japan bestraft. Der 20-Jährige wird beim Großen Preis von China am kommenden Sonntag in Schanghai um zehn Startplätze nach hinten versetzt. Vettel war in einer Safety-Car-Phase in Runde 45 auf den Red-Bull-Renault des vor ihm fahrenden Australiers Mark Webber aufgefahren. Beide konnten danach das Rennen nicht fortsetzen. Der zwischenzeitlich sogar führende Vettel hatte zu diesem Zeitpunkt im unterlegenen Toro Rosso auf dem dritten Platz gelegen.

BMW-Formel-1-Testfahrer Timo Glock hat beim Saisonfinale der GP2-Serie in Valencia die Nerven behalten und sich mit seinem fünften Saisonsieg den Titel gesichert. Da sein härtester Widersacher Lucas di Grassi nicht über Rang 13 hinauskam, beträgt Glocks Vorsprung in der Endabrechnung elf Punkte (88:77) vor dem Brasilianer. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen gratulierte aus Japan unmittelbar nach Glocks Zieldurchfahrt. "Timo, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Meisterschaft. Das ganze BMW-Sauber-Team freut sich, und wenn wir zurück sind, trinken wir einen darauf."

Der einzige deutsche Fahrer hatte sich gestern im Hauptrennen trotz falscher Reifenwahl mit einem siebten Platz zwei Meisterschaftspunkte gesichert und konnte heute mit einem Vier-Punkte-Vorsprung einigermaßen gelassen in den Finallauf gehen. "Timo hat trotz fünf unverschuldeter Nullrunden in der GP2 mit seinen ansonsten hervorragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Das Interesse von mehreren Formel-1-Teams ist groß", sagte Glocks Manager Hans-Bernd Kamps: "Wir erwarten nach dem Großen Preis von China in Shanghai eine Entscheidung über seine Zukunft."

Peter Joppich ist erneut Florett-Weltmeister. Er verteidigte in St. Petersburg seinen Titel erfolgreich und sorgte mit seinem insgesamt dritten Einzel-Titel für einen deutschen Rekord. In der Neuauflage des WM-Finals von 2006 setzte sich der 25-Jährige vor 2500 Zuschauern gegen den italienischen Weltranglistenersten Andrea Baldini 15:9 durch. Zuvor hatte er seinen Trainingskollegen Benjamin Kleibrink im Halbfinale 15:4 besiegt. Vize-Europameister Kleibrink holte sich mit Bronze seine erste WM-Einzelmedaille.

Neuer Wunschgegner für die beiden deutschen Boxweltmeister Felix Sturm (WBA) und Artur Abraham (IBF): Der Mittelgewichtler Kelly Pavlik (USA) entthronte in der Nacht in Atlantic City den bis dahin unbezwungenen WBC/WBO-Doppelweltmeister Jermain Taylor (USA) durch technischen K.o. in der siebten Runde. Taylor, der kurzzeitig die WM-Titel aller vier bedeutenden Verbände (WBC, WBA, IBF, WBO) besaß, darf aber im nächsten Jahr zur Revanche antreten.

In dem als "Kampf des Jahres" angepriesenen Duell hatte Titelverteidiger Taylor den Herausforderer in der zweiten Runde zwar zu Boden geschickt. Doch davon erholte sich der 25-jährige Pavlik schnell. "Das war einer der größten Kämpfe, die ich je gesehen habe. Pavlik kann jeden schlagen. Ich dachte nicht, dass er so schnell ist", sagte Taylor-Trainer Emanuel Steward, der auch Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko betreut.

chp/dpa/sid

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