Mixed Zone Waffenruhe dank Boxkampf, HSV im Halbfinale
Hamburg - Der Kampf des Boxidols Manny Pacquiao wird den philippinischen Streitkräften und den kommunistischen NPA-Rebellen am Wochenende eine Waffenruhe bringen. Der philippinische Armeechef General Hermogenes Esperon befahl am Freitag, alle Aktivitäten gegen die Aufständischen für einen Tag einzustellen. Wie bereits im vergangenen Jahr bei einem Pacquiao-Kampf geschehen, wird auch von Seiten des Gegners ein Waffenstillstand erwartet. Der Fight des Volkshelden um die Superfedergewichts-Krone des Weltverbandes WBC gegen den Mexikaner Juan Miguel Marquez in der Nacht zum Sonntag wird auf den Philippinen live aus Las Vegas übetragen.
Der HSV Hamburg ist dem THW Kiel ins Halbfinale der Handball-Champions-League gefolgt. Die Hanseaten erkämpften sich mit dem 32:32 (14:15) beim spanischen Vizemeister Portland San Antonio den noch nötigen Punkt zum Sieg in Gruppe 3. Der HSV, der erstmals an der "Königsklasse" teilnimmt, liegt in der Tabelle mit 8:4 Punkten vor dem kroatischen Klub Croatia Zagreb (6:4), der am Sonntag mit einem Erfolg bei der SG Flensburg-Handewitt (2:8) noch gleichziehen könnte. Aufgrund des Vorteils im direkten Vergleich hat der HSV aber Platz eins sicher. Auf wen die Mannschaft von Martin Schwalb in der Runde der letzten Vier trifft, entscheidet sich am Dienstag bei der Auslosung in Wien.
Die Rhein-Neckar Löwen haben im Europapokal der Pokalsieger den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht und damit ihren bisher größten internationalen Erfolg gefeiert. Im innerdeutschen Duell beim SC Magdeburg setzten sich die Badener heute im Viertelfinal-Rückspiel 31:29 (13:12) durch, nachdem sie bereits das Hinspiel mit 28:26 für sich entschieden hatten. Vor 5312 Zuschauern in der Bördelandhalle war der polnische Vize-Weltmeister Mariusz Jurasik (10) bester Löwen-Werfer. Beim SCM, der im Dezember 2006 noch im EHF-Pokal-Achtelfinale den Bundesliga-Kontrahenten ausgeschaltet hatte, erzielte Jurasiks Nationalmannschaftskollege Bartosz Jurecki (6) die meisten Tore.
Die 4:5-Niederlage nach Verlängerung im zweiten Playoff-Qualifikationsspiel gegen die Hamburg Freezers wird für den ERC Ingolstadt möglicherweise ein Nachspiel haben. Wegen Verletzung des Ordnungsdienstes droht dem Club eine Geldstrafe durch die Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Unmittelbar nach Spielende wurden die Hamburger Spieler aus der Ingolstädter Fankurve mit Bechern beworfen und mussten sich über einen anderen Ausgang den Weg in die Kabine bahnen.
Die Schiedsrichter wurden anschließend vor dem Stadion von aufgebrachten Fans bedroht und mussten von einer Polizeieskorte und einem Dutzend Ordnungskräfte zu ihren Autos geleitet werden. DEL- Spielbetriebsleiter Jörg van Ameln wurde Augenzeuge der Vorfälle. Die Ingolstädter hatten die Partie trotz zwischenzeitlicher 3:1- Führung mit 4:5 nach Verlängerung verloren und müssen in der "Best- of-three"-Serie nun am Sonntag zu einem entscheidenden dritten Spiel in Hamburg antreten.
Die beiden Davis-Cup-Kollegen Thomas Haas und Philipp Kohlschreiber sind beim ersten Masters-Turnier der Saison im kalifornischen Indian Wells die einzigen deutschen Spieler in der zweiten Runde. Haas gewann sein Auftaktmatch gegen den Franzosen Julien Benneteau 3:6, 6:0, 6:2 und folgte damit Kohlschreiber, der als Nummer 27 der Setzliste in der ersten Runde ein Freilos hatte. Nächster Gegner von Haas ist der an Nummer sechs gesetzte US-Amerikaner Andy Roddick. Kohlschreiber trifft auf den Belgier Xavier Malisse.
Die Serie der deutschen Niederlagen in Indian Wells hatten zuvor die beiden Davis-Cup-Spieler Michael Berrer und Florian Mayer fortgesetzt. Berrer unterlag dem südafrikanischen Qualifikanten Rik de Voest mit 6:7, 5:7. Mayer verlor gegen den US-Amerikaner Mardy Fish mit 5:7, 4:6. Auch Benjamin Becker, Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler waren in der ersten Runde ausgeschieden.
NBA-Club Toronto Raptors verklagt den spanischen Basketball-Verband auf die Zahlung einer Versicherungsprämie für den spanischen Nationalspieler Jorge Garbajosa. Grund der Klage über die Summe von umgerechnet 640.000 Euro sind die anhaltenden Verletzungsprobleme des Forwards, für die der Club die Teilnahme Garbajosas an der Weltmeisterschaft 2007 in Spanien verantwortlich macht. "Es ist schade, das es so weit kommen musste", erklärte ein Sprecher der Raptors in Toronto: Garbajosa erlitt im März 2007 im Spiel gegen die Boston Celtics mehrere Brüche im linken Bein und Fußgelenk und sollte nach dem Willen der Raptors nicht an der WM teilnehmen. Erst, als der spanische Verband eine Versicherung für den 30-Jährigen abschloss, erhielt er die Freigabe von seinem Club. In der laufenden Saison konnte Garbajosa nur sieben Mal spielen und musste sich im Dezember erneut einer Operation am Bein unterziehen.
mig/dpa/sid