Mixed Zone: Walujew feuert Trainer, Schweden im WM-Halbfinale - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Walujew feuert Trainer, Schweden im WM-Halbfinale

Nach dem Verlust seines WM-Titels hat sich ein Boxer von seinem Trainer getrennt. Die deutschen Tennis-Profis organisieren sich. Österreichs Eishockey-Meister würde gerne in Deutschland spielen, bei der WM sind die russischen und schwedischen Kuvencracks auf Erfolgskurs.
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Hamburg - Titelverteidiger Schweden und Gastgeber Russland haben bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Moskau als erste Mannschaften das Halbfinale erreicht. Olympiasieger Schweden gewann 7:4 (1:2, 3:0, 3:2) gegen Ex-Weltmeister Slowakei und trifft am Samstag entweder auf Rekordtitelträger Kanada oder Außenseiter Schweiz.

Zuvor siegte Russland 4:0 (1:0, 0:0, 3:0) gegen Tschechien und revanchierte sich für das Viertelfinal-Aus bei der vorherigen WM. Nach dem 36. WM-Sieg in Folge in Moskau trifft der Gastgeber, der 1993 in München seinen letzten Titel gewann, im Halbfinale am Samstag entweder auf die USA oder Finnland. Die NHL-Profis Andrej Markow (7.), Jewgenij Malkin (41./55.) und Alexander Radulow (52.) erzielten am russischen Nationalfeiertag die Tore für den Rekordweltmeister.

Der österreichische Eishockey-Meister Red Bull Salzburg will offenbar in Zukunft in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) spielen. "Das Interesse der Österreicher ist vorhanden, bislang hat es aber nur lockere Gespräche gegeben", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke den "Eishockey News". An den Gesprächen nahmen auch Vertreter der Vienna Capitals teil.

Allerdings wäre ein Einstieg der Österreicher erst in zwei Jahren denkbar. Laut Kooperationsvertrag ist die Liga nach der geplanten Aufnahme des Zweitligameisters der Saison 2007/08 zunächst einmal geschlossen. In der kommenden Spielzeit spielen nach dem Aufstieg des EHC Wolfsburgs 15 Teams in der DEL.

Tripcke erklärte schon im April, dass er sich spätestens ab der Saison 2009/10 eine Nord- und Süd-Division mit jeweils acht Mannschaften vorstellen könne. Im Zuge dieser Zweiteilung ist allerdings auch eine Aufstockung auf 18 Vereine denkbar. "An Spekulationen dieser Art beteiligen wir uns nicht. Klar ist nur, dass es unsererseits Interesse gibt und dass unser Unternehmen global denkt", erklärte der Salzburger Geschäftsführer Rene Dinter. Die Österreicher werden künftig von Pierre Page trainiert, der die Eisbären Berlin in den vergangenen fünf Jahren zu zwei Meisterschaften geführt hatte. Der Kanadier unterschrieb einen Vertrag über drei Jahre.

Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Nikolai Walujew hat sich von seinem Trainer Manuel Gabrielian getrennt. Der 33 Jahre alte Boxprofi aus St. Petersburg hatte seinen WBA-Gürtel am 14. April in Stuttgart durch eine Punktniederlage gegen den Usbeken Ruslan Tschagajew verloren und musste damit die erste Niederlage im 48. Kampf hinnehmen. Walujew klagt vor allem über die lautstarken Beschimpfungen durch seinen Coach, die er während des Kampfes in den Ringpausen hinnehmen musste. Gabrielian soll in Zukunft nur noch für das Konditionsprogramm des Ex-Weltmeisters zuständig sein.

Aktuelle, ehemalige und aufstrebende deutsche Tennisprofis, Trainer und Manager haben eine Spielervereinigung gegründet. Dem Zusammenschluss gehören unter anderem die Daviscupspieler Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Alexander Waske und Benjamin Becker an. Auch Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen und der ehemalige Daviscup-Sieger Marc Goellner engagieren sich in der Organisation, die künftig unter dem international verständlichen Namen "Tennis Germany" firmiert und am kommenden Sonntag in Hamburg vorgestellt wird. Die Vereinigung will laut Mitteilung durch den Zusammenschluss fast aller aktuellen Profis "Einheit demonstrieren, um in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tennis Bund und den Verbänden die Kommunikation zwischen neuer und alter Spielergeneration zu fördern". Weiterhin soll eine positivere Medienpräsenz erreicht werden.

Der Rechtsausschuss des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) hat die Suspendierung des Ratzeburger Kaderathleten Nils Budde wegen des Verdachts eines Dopingverstoßes aufgehoben. "Die Nationale Doping-Agentur hat einen Formfehler beim Führen ihrer Datenbank eingeräumt", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller heute. Der WM-Dritte im Leichtgewichts-Doppelvierer von 2004 war vom DRV- Rechtsausschuss gesperrt worden, weil er bei einer Trainingskontrolle nicht an der angegebenen Adresse angetroffen worden war. Budde kann sich nun auf die bevorstehende Qualifikation für die Weltmeisterschaften konzentrieren.

Die französische Schwimm-Olympiasiegerin Laure Manaudou hat die Trennung von ihrem Trainer und den Wechsel nach Italien bestätigt. "Ich wollte die neue Herausforderung. Ich bleibe aber Französin und werde das Land weiter repräsentieren", sagte die 20 Jahre alte Weltrekordlerin über 200 Meter Freistil. Manaudou trainiert künftig in Turin, wo auch ihr Freund, der italienischen Schwimmer Luca Marin wohnt. Bereits vor zwei Jahren hatte Manaudou während eines Konflikts mit dem französischen Schwimmverband um Werbeeinnahmen gedroht, in die Niederlande zu wechseln. Ihre Mutter Olga ist eine ehemalige niederländische Badmintonspielerin.

mig/dpa/sid

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