Mixed Zone Walujews Comeback, Lövgrens Treue
Hamburg - Ein knappes halbes Jahr nach der WM-Niederlage gegen den Usbeken Ruslan Tschagajew versucht Nikolai Walujew einen Neuanfang. Der 2,13 Meter große Schwergewichtler gibt morgen in Oldenburg (22.35 Uhr/live in der ARD) gegen den Kanadier Jean-Francois Bergeron sein Ring-Comeback und blickt bereits auf den entrissenen WM-Gürtel des Verbandes WBA: "Mein einziges Ziel ist, den Titel zurückzuholen", sagte Walujew.
Der 34-Jährige hatte sich als Konsequenz der einzigen Niederlage in 48 Kämpfen von Trainer Manuel Gabrelian getrennt und seinen Landsmann Alexander Zimin verpflichtet. Dieser soll nun mehr Wert auf Beinarbeit und Beweglichkeit des Box-Riesen legen, der knapp 150 Kilo Körpergewicht auf die Wage bringt. "Ich habe nach dem Kampf gegen Tschagajew fast alles verändert", sagt Walujew: "Ich habe auch meinen Tagesablauf und die Ernährung umgestellt." Mit dem fest eingeplanten Sieg über den weitgehend unbekannten Kanadier würde Walujew die Chance auf einen Rückkampf gegen Tschagajew festigen.
Mannschaftskapitän Stefan Lövgren hat seinen Vertrag beim deutschen Handball-Meister THW Kiel vorzeitig um ein Jahr bis 30. Juni 2009 verlängert. Das gab der Verein heute bekannt. "Ich fühle mich fit - gerade ohne die Belastungen der Nationalmannschaft - und meine Familie fühlt sich in Kiel total wohl. Unsere Mannschaft kann zudem noch sehr viel erreichen, wozu ich auch meinen Beitrag leisten möchte", sagte der 36-jährige Schwede. Lövgren spielt seit 1999 für Kiel und ist seit 2001 Kapitän. Mit dem THW hat er fünf Mal die deutsche Meisterschaft, drei Mal den DHB-Pokal und in der vergangenen Saison die Champions League gewonnen.
Golfprofi Alex Cejka hat beim US-Turnier in Madison im Bundesstaat Mississippi einen guten Start hingelegt. Der 36-Jährige spielte auf dem Par-72-Kurs eine 69er-Runde und belegte damit den geteilten 17. Platz. Könnte er das Ergebnis bis zum Schluss bestätigen, hätte Cejka wieder bessere Chancen im Kampf um die Teilnahme an der kommenden US-PGA-Tour. Der Deutsche liegt vor seinen letzten sechs Saisonturnieren als 129. knapp 44.000 Dollar hinter Platz 125 zurück, der als letzter zur Teilnahme berechtigt. Die Führung bei der mit 3,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung in Madison übernahm der US-Amerikaner Briny Baird nach einer 63er-Runde.
Der Auftakt der italienischen Eishockey-Saison ist vom Tod des 26-jährigen Darcy Robinson überschattet worden. Der Italo-Kanadier brach nach drei Minuten der Begegnung seines Clubs AS Asiago Hockey gegen den SV Ritten-Runon bewusstlos zusammen und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Das teilte der italienische Verband auf seiner Internetseite mit. Nach der Nachricht vom Tod des Verteidigers wurde das Spiel nicht fortgesetzt. Wenige Minuten später ließ der Verband auch die weiteren Begegnungen des ersten Spieltages abbrechen. Robinson war 1999 von den Pittsburgh Penguins aus der nordamerikanischen Profiliga NHL gedraftet worden. Er bestritt allerdings nie ein Spiel in der besten Liga der Welt. Seit 2005 stand er bei Asiago unter Vertrag.
fpf/sid/dpa