Mixed Zone Wolf mit Heimsieg, Vettel Zweitschnellster
Eisschnellläuferin Wolf: Weltcup-Sieg in Berlin
Foto: Michael Sohn/ APHamburg - Sebastian Vettel hat seinen ersten Testtag als Formel-1-Weltmeister auf Platz zwei beendet. Schneller als der Red-Bull-Pilot war am Freitag in Abu Dhabi nur Ferrari-Fahrer Felipe Massa. "Es lief besser als erwartet", sagte Vettel nach den ersten Proberunden auf den Einheitsreifen des neuen Lieferanten Pirelli. Auf dem Yas Marina Circuit hatte sich Vettel fünf Tage zuvor den Titel in der Königsklasse gesichert. Vettel fuhr insgesamt 77 Runden, wurde dabei aber kurz von einem Reifenschaden gebremst. Am Samstag testet er noch einmal in Abu Dhabi, einen Tag später lässt er sich in seiner Heimatstadt Heppenheim feiern.
Sprinterin Jenny Wolf hat beim Eisschnelllauf-Weltcup in Berlin einen Heimsieg gefeiert. Die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Vancouver siegte über 500 Meter und gewann nach ihrem Doppelerfolg in Heerenveen ihr drittes Saisonrennen. In 38,08 Sekunden blieb Wolf allerdings erneut über der 38-Sekunden-Marke und zudem mehr als eine halbe Sekunde über dem angepeilten Bahnrekord. Für die 31-Jährige war es der 53. Weltcupsieg.
Der deutsche Segler Jörg Riechers hat bei der Route du Rhum das beste deutsche Ergebnis in der Geschichte der Transatlantik-Regatta erreicht. Der 42-Jährige überquerte die Ziellinie vor Point-à-Pitre auf Guadeloupe als Sechster seiner Division Class 40. Für die 4471 Seemeilen von Saint Malo im Nordwesten Frankreichs über den Atlantik hatte Riechers mit seinem zwölf Meter langen Boot 18 Tage, 15 Stunden, eine Minute und 32 Sekunden gebraucht. Einen möglichen Podiumsplatz hatte der Einhandsegler verpasst, weil er nach einer Panne nur noch mit kleinerem Vorsegel segeln konnte.
Als Konsequenz aus dem Fall der 800-Meter-Läuferin Caster Semenya will der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) eine neue Regelung für "Störungen der sexuellen Entwicklung" in seine Statuten aufnehmen. Dies teilte der Verband am Freitag mit. Eine entsprechende Wettkampfregel soll bereits vom 1. Mai 2011 an gelten. Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Semenya durfte von ihrem WM-Sieg im August 2009 in Berlin bis Juni 2010 nicht mehr starten, weil ihr Geschlecht nicht eindeutig geklärt war. Die IAAF hatte daraufhin während der WM einen Geschlechtstest angeordnet und dadurch einen sportpolitischen Konflikt ausgelöst.
Die kanadische Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Clara Hughes will bei den Sommerspielen 2012 in London als Radfahrerin an den Start gehen. Die 38-Jährige plant an der Teamverfolgung und am Zeitfahren auf der Straße teilzunehmen. "Jeannie Longo hat mit 51 Jahren bei der Straßen-WM 2010 noch Platz fünf belegt", sagte Hughes, die bereits viermal an der Tour de France der Frauen teilnahm.
Die Kanadierin hatte bei den Sommerspielen 1996 in Atlanta auf dem Rad zwei Bronzemedaillen gewonnen. 2003 war sie zum Eisschnelllauf gewechselt. Diese Karriere beendete Hughes in Vancouver 2010 mit einer Bronzemedaille über 5000 Meter. Auf dem Eis hatte sie insgesamt vier olympische Medaillen, darunter Gold über 5000 Meter 2006 in Turin, gewonnen.
Nach der Formel 1 wechselt nun auch in der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) der Hersteller des Einheitsreifens. Dunlop und die DTM-Dachorganisation ITR beendeten die elfjährige Partnerschaft, die seit dem Comeback der Serie besteht, zum 31. Dezember 2010. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes werden die DTM-Autos ab der kommenden Saison vom koreanischen Herstellers Hankook ausgerüstet. Eine entsprechende Vereinbarung soll bereits unterschrieben worden sein.
Der spanische Radprofi Alejandro Valverde hat vor dem Schweizer Bundesgericht eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Der 30-Jährige hatte ein Urteil des internationalen Sportgerichtshofs Cas angefochten, der im Mai seine Dopingsperre bestätigte. Valverde war wegen Verwicklungen in die Doping-Affäre um den Arzt Eufemiano Fuentes bis 31. Dezember 2011 gesperrt worden. Die Bundesrichter in Lausanne teilten in ihrem Urteil mit, von Amts wegen das Cas-Urteil weder ergänzen noch richtigstellen zu können.
Schon vor zwei Wochen war Valverde mit einem Einspruch vor dem Bundesgericht abgeblitzt. Über einen dritten Antrag gegen eine weltweite Sperre haben die Schweizer Richter noch nicht entschieden. Der Spanier hatte im Vorfeld angekündigt, bei einer Niederlage vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen.
Der Olympia-Dritte im Biathlon-Sprint, Jakov Fak, startet in der neuen Saison für Slowenien. Der kroatische und der slowenische Verband einigten sich nach monatelangem Tauziehen nach Aussagen der Kroaten auf den sofortigen Wechsel. Ob dafür Geld gezahlt wurde, blieb offen. Zunächst hatte Kroatien 100.000 Euro Entschädigung gefordert. Fak, der von einem slowenischen Trainer betreut wird, bezeichnete den Wechsel als einen der schönsten Momente seines Lebens.