Mixed Zone Woods liegt zurück, Schumann läuft wieder
Hamburg - Sidney Crosby ist auf der jährlichen Gala der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga (NHL) zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt worden. Der 19 Jahre alte Kanadier gewann zudem die Trophäen für den herausragenden Spieler und für den besten Scorer der regulären Saison 2006/07. Der Kapitän der Pittsburgh Penguins hatte 120 Punkte (36 Tore, 84 Vorlagen) erzielt und war damit jüngster Scorerkönig der NHL-Geschichte geworden. "Jeder, der es bis hier geschafft hat, muss sich umdrehen und den Leuten danken, die ihn hierher gebracht haben", sagte Crosby.
Martin Brodeur, Torwart der New Jersey Devils und hinter Vancouvers Goalie Roberto Luongo bei der MVP-Wahl auf Rang drei, sagte: "Es ist die logische Wahl. Er ist seit zwei Jahren in der Liga und dominiert. Genau wie einst Wayne Gretzky wird er die NHL voranbringen." Crosby trägt in Kanada den Spitznamen "The Next One", weil ihm zugetraut wird, viele Rekorde von Superstar Gretzky ("The Great One") zu brechen. Bei der WM 2006 war er bester Punktesammler, nachdem ihn Gretzky als Teamchef zuvor nicht mit zu den Olympischen Spielen nach Turin genommen hatte. Den WM-Titel in diesem Jahr verpasste Crosby wegen eines Fußbruchs, mit dem er in der NHL noch in 16 Spielen aufgelaufen war.
Tischtennis-Europameister Timo Boll muss wegen eines Hexenschusses auf einen Start bei den Japan Open in Chiba und bei den China Open in Nanjing Ende Juni verzichten. "Ich war bei Doc Müller-Wohlfahrt in München und habe mich mit ihm und Bundestrainer Richard Prause beraten. Beide haben dafür plädiert, kein gesundheitliches Risiko einzugehen", sagte Boll.
Der englische Golf-Profi Nick Dougherty hat die Auftaktrunde der US Open in Oakmont (Pennsylvania) gewonnen. Der 25 Jahre alte Außenseiter setzte sich mit 68 Schlägen auf dem Par 70-Kurs an die Spitze des Feldes vor Angel Cabrera aus Argentinien, der einen Schlag mehr benötigte. Top-Favorit Tiger Woods (USA) belegt nach einer 71er Runde gemeinsam mit 13 Konkurrenten den fünften Platz.
Nils Schumann unternimmt einen neuen Anlauf zur Rückkehr in die Weltspitze. Am Sonntag startet der 800-Meter-Olympiasieger von 2000 bei einem kleinen Sportfest in Warschau in die Saison, drei Tage später beim Meeting ist in Cottbus ein erster Härtetest geplant. "Ich tue mich schwer damit, konkrete Saisonziele zu formulieren, weil ich diese in den vergangenen Jahren wegen zahlreicher Verletzungen nie erreicht habe. Die Weltmeisterschaft ist kein Muss für mich", sagte Schumann der dpa.
Eine Verletzungs-Serie hatte den heute 29-Jährigen ab Ende 2002 drei Jahre lang außer Gefecht gesetzt. 2006 kehrte er auf die Laufbahn zurück, verpasste aber deutlich die Qualifikation für die EM in Göteborg. Im vergangenen Winter konnte Schumann erstmals seit Jahren fast ohne Beschwerden trainieren.
wit/sid/dpa