Mixed Zone: Yoon geht, Saby kommt - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Yoon geht, Saby kommt

Kyung-Shin Yoon wird sich nach dieser Saison aus der Handball-Bundesliga verabschieden. Das Rallye-Team X-raid hat einen Nachfolger für den tödlich verunglückten Colin McRae gefunden. Die Zahlungen an Opfer des Doping-Systems in der DDR sind abgeschlossen.
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Torjäger Kyung-Shin Yoon hat seinen Abschied vom Handball-Europapokalsieger HSV Hamburg angekündigt. Nach Saisonschluss will der 34-jährige Südkoreaner zurück in seine Heimat. Der siebenmalige Torschützenkönig der Bundesliga hat in Südkorea die Möglichkeit, weitere drei Jahre Handball zu spielen, parallel dazu Sportmarketing zu studieren und danach im Handball-Verband seines Landes zu arbeiten.

In der Champions League muss der HSV am kommenden Samstag in Saporoschje auf Bruno Souza verzichten. Der 30 Jahre alte Brasilianer hat sich in der Partie bei Medwedi Moskau (29:26) am vergangenen Freitag eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Bereits in der Bundesliga-Partie am Mittwoch gegen den VfL Gummersbach (33:29) musste Souza pausieren.

Der frühere VW-Werkspilot Bruno Saby wird bei der Dakar-Rallye 2008 im hessischen X-raid-Team den tödlich verunglückten Ex-Weltmeister Colin McRae ersetzen. Das gab Teamchef Sven Quandt bekannt. Der 58 Jahre alte Franzose Saby, der 1993 die Dakar gewonnen hatte und in den vorigen Jahren für VW unterwegs war, wird bereits bei der Dubai-Rallye Ende Oktober seinen ersten Weltcup-Lauf im BMW X3 bestreiten. Sabys Beifahrer wird sein Landsmann Alain Guehennec.

Eigentlich hatte McRae als Nachfolger von Jutta Kleinschmidt für X-raid die Dubai-Rallye und die Dakar bestreiten sollen. Bei einem Absturz mit seinem privaten Hubschrauber war der Schotte am 15. September ums Leben gekommen. Unter den vier Toten war auch McRaes fünf Jahre alter Sohn Johnny.

Die Zahlungen in Höhe von knapp 2,9 Millionen Euro an die Opfer des staatlichen Doping-Systems der ehemaligen DDR sind heute abgeschlossen worden. Insgesamt erhielten 157 Doping-Opfer Geld. Außerdem bekam der Verein Doping-Opfer-Hilfe e.V. eine Sonderzahlung. Diese soll für besondere Härtefälle eingesetzt werden, teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) heute mit.

Der DOSB, die Jenapharm GmbH & Co. KG und die Anwälte der Doping-Opfer hatten sich bereits im Dezember 2006 auf Schmerzensgeld-Zahlungen in Höhe von insgesamt bis zu 3,2 Millionen Euro geeinigt. Seit Beginn dieses Jahres wurden die Einzelfälle geprüft. Die Prüfungen hätten eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Betroffenen durch das Doping wahrscheinlich erscheinen lassen müssen, erklärte der DOSB. Nach der Untersuchung der Einzelfälle konnten 370.000 Euro des zugesagten Geldes allerdings nicht ausgezahlt werden. Dieses Geld soll jetzt für die Härtefälle der DDR-Dopingopfer eingesetzt werden, die sich nach Abschluss der Vergleiche gemeldet haben.

Christian Frommert verlässt zum Jahresende auf eigenen Wunsch das Kuratorium der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Der Leiter Sponsoringkommunikation der Deutschen Telekom gehörte dem Aufsichtsgremium seit August 2006 an. "Die Deutsche Telekom wird natürlich auch weiterhin Förderer der Nada bleiben und die Arbeit, die enorm an Bedeutung gewonnen hat und weiter gewinnen wird, unterstützen", sagte Frommert. Er möchte mit seinem Rückzug aus dem Kuratorium die Unabhängigkeit der Nada stärken und jede mögliche Verbindung zum Radsport-Team der Telekom-Tochter T-Mobile ausschließen möchte.

ulz/sid/dpa

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