Motorrad-WM: Bradl und Folger siegen in Silverstone - DER SPIEGEL
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Motorrad-WM Bradl und Folger siegen in Silverstone

Motorradpilot Stefan Bradl hat im britischen Silverstone seinen vierten Saisonsieg gefeiert. Der Deutsche fuhr bei starkem Regen allen davon - trotz einer Schrecksekunde fünf Runden vor dem Ende.
Motorradpilot Bradl: Konnte in Silverstone seinen ersten Sieg feiern
Motorradpilot Bradl: Konnte in Silverstone seinen ersten Sieg feiern

Motorradpilot Bradl: Konnte in Silverstone seinen ersten Sieg feiern

Foto: NIGEL RODDIS/ REUTERS
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Hamburg - Stefan Bradl hat zum ersten Mal in seiner Karrriere den Großen Preis von Großbritannien gewonnen. In der Moto2-Klasse kam er nach 18 Runden auf dem 5,902 Kilometer langen Kurs nach 44:10,236 Minuten vor dem Briten Bradley Smith (+ 7,601 Sekunden) und Michele Pirro aus Italien (+ 12,241 Sekunden) ins Ziel. MZ-Pilot Max Neukirchner musste sich mit dem zwölften Platz zufriedengeben.

"Mir fehlen die Worte. Es war wohl das stärkste Rennen meiner Laufbahn. Ich habe noch nie im Regen gewonnen, aber es ist ein unglaublich gutes Gefühl", sagte Bradl nach seinem vierten Saisonsieg.

Schon sein Start war perfekt: Er schob sich vom dritten auf den ersten Platz vor. Doch am Ende der ersten Runde musste er nach einem Fehler die Führung an den Briten Scott Redding abgeben.

Der Italiener Mattia Pasini fuhr zwischenzeitlich von Platz 22 auf die Spitzenposition. In der siebten Runde endete das Rennen für ihn allerdings im Kiesbett.

Fortan fuhr Bradl an der Spitze. Fünf Runden vor Schluss rutschte er in einer Wasserlache weg, konnte seine Maschine aber unter Kontrolle bringen und am Ende als Erster durchs Ziel fahren.

Mit seinem Erfolg baute der 21-Jährige seine WM-Führung weiter aus und liegt nach sechs von 17 Rennen mit 127 Punkten deutlich vor Simone Corsi aus Spanien (65). Der letzte deutsche Weltmeister war Dirk Raudies im Jahr 1993. Am 25. Juni kann Bradl im niederländischen Assen die nächsten Punkte für den WM-Sieg holen.

MotoGP-Pilot Casey Stoner übernimmt WM-Führung

In der MotoGP-Klasse hat Casey Stoner den Großen Preis von Großbritannien gewonnen und damit die WM-Führung übernommen. Für die 20 Runden auf dem rund sechs Kilometer langen Kurs benötigte der Australier 47:53,459 Minuten. Zweiter wurde der Italiener Andrea Dovizioso (+15.159 Sekunden) vor Colin Edwards aus den USA (+21.480 Sekunden).

Stoner führt die WM jetzt mit 116 Punkten vor dem bisherigen Spitzenreiter Jorge Lorenzo aus Spanien (98) an, der mit seiner Yamaha auf regennasser Strecke stürzte. Der neunmalige Weltmeister Valentino Rossi arbeitete sich vom 13. auf den sechsten Rang vor. Mit 68 Punkten ist der Italiener jetzt WM-Vierter.

Jonas Folger fährt zum ersten Saisonsieg

In der 125er-Klasse feierte Jonas Folger den ersten Sieg in seiner Karriere. Beim Großen Preis von Großbritannien gewann er in 43:48,862 Minuten vor dem Franzosen Johann Zarco (+3.885 Sekunden) und Hector Faubel (+14.951 Sekunden) aus Spanien. Sandro Cortese musste sich mit dem siebten Platz zufriedengeben, Marcel Schrötter schied drei Runden vor dem Ende aus.

"Es ist super gelaufen, das war ein perfektes Rennen. Dass ich die ganze Zeit vorne mitfahren kann, hätte ich nicht gedacht", sagte Folger. Der 17-Jährige arbeitete sich nach dem Start von Platz acht bis an die Spitze vor, musste die Führung aber zwischenzeitlich an Zarco abgeben. Erst im letzten Renndrittel übernahm Folger die Führung und sicherte sich den Sieg trotz nasser Fahrbahn.

Spitzenreiter im WM-Klassement bleibt Nicolas Terol , der es als Achter in Großbritannien zum ersten Mal in der laufenden Saison nicht aufs Podest schaffte. Der Spanier führt mit 128 Punkten vor Folger (93) und Cortese (81).

ska/dpa/sid