NBA Blazers-Defensive schaltet Shaq aus
Los Angeles - Einen Tag nach seinem 37. Geburtstag hat sich Detlef Schrempf das schönste Geschenk selbst bereitet. Nach einer dramatischen Partie gewannen seine Portland Trail Blazers am Samstag das Topspiel zwischen den beiden besten Teams der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) bei den Los AngelesLakers mit 95:91 und unterstrichen dabei eindrucksvoll ihre Titel-Ambitionen. "Mein Wunsch hat sich erfüllt. Wir haben ein großes Spiel gezeigt und verdient gewonnen", urteilte der deutsche NBA-Star zufrieden, obwohl er zum vierten Mal in dieser Saison ohne Punkterfolg geblieben ist. "Das Team muss gewinnen", betonte der Ex-Leverkusener nach seinem 13-minütigen Einsatz, "alles andere ist unwichtig, auch wenn es gewöhnungsbedürftig ist".
Die in der Pacific Division zweitplatzierten Portländer imponierten vor allem durch ihre Abwehrarbeit. "Unsere Defense hat wieder das Spiel gewonnen. Sie ist ohne Frage unser Paradestück", befand Schrempf, der am Vorabend einige Teamkameraden in Los Angeles zum Geburtstagsdinner eingeladen hatte. Wie resolut und aggressiv die Deckung der Trail Blazers agierte, bekam vor allem Lakers Superstar Shaquille O'Neal zu spüren. Der "Mann aus Stahl", der im bisherigen Saisonverlauf im Durchschnitt 27,7 Punkte pro Spiel erzielte, kam diesmal nur auf 17 Zähler. "Das war nicht Shaq, sondern ein Fremdkörper, der auf dem Parkett stand", bilanzierte der bullige Center kleinlaut.
Schrempf indes ist glücklich, dass seine langwierige Nackenverletzung endlich ausgeheilt und er wieder voll belastbar ist. "Seit einigen Tagen fühle ich mich schmerzfrei. Jetzt schaue ich erwartungsfroh auf die nächsten Monate", sagte der blonde Hüne, der das NBA-Comeback von Michael Jordan als Präsident und Miteigentümer bei den Washington Wizards als "großen Triumph für die Liga" bezeichnete. "Die Mannschaft wird aber dadurch kaum mehr Spiele gewinnen, sei denn, Jordan zieht noch einmal das Trikot über". Schrempf möchte das Wettkampf-Jersey im Sommer für immer ausziehen.Daran, bestätigte er, habe sich nichts geändert.
Völlig unbefriedigend verläuft die Formkurve der Dallas Mavericks, deren Chancen auf das Erreichen der Playoffs nach der 95:98-Niederlage bei den New Jersey Nets weiter gesunken sind. Die erneute Pleite konnte auch Nationalspieler Dirk Nowitzki nicht verhindern, der mit elf Punkten und zehn Rebounds wieder zu den besten Akteuren seiner Verlierer-Truppe zählte. Nach der 25. Saison-Pleite liegen die Mavericks in der Midwest Division weiter auf dem sechsten und vorletzten Rang.