NBA Detlef Schrempf in Seattle gefeiert
Seattle - Als er zu Beginn des zweiten Viertels das Parkett der Key Arena in Seattle betrat, brach grenzenloser Jubel unter den 17.000 Zuschauern aus. Detlef Schrempf war wieder da - wenn auch nicht wie in den vergangenen sechs Jahren im Trikot der Seattle SuperSonics, sondern in dem des verhassten Nordwest-Rivalen aus Portland, aber das interessierte die Sonics-Fans kein bisschen. Und auch die Tatsache, dass die Trail Blazers das Spiel am Ende mit 107:81 gewannen und damit erstmals seit 1995 wieder in Seattle erfolgreich waren, interessierte niemanden wirklich . Sieben Punkte und drei Rebounds verbuchte Schrempf bei seinem gelungenen Comeback nach fast überstandener Nackenverletzung . Sein erster Treffer wurde euphorisch beklatscht.
"Seattle ist meine Heimat. Die Hälfte der Leute kennt mich hier. Sie sind alle meine Freunde und werden mich deshalb auch nicht ausbuhen", meinte der 36 Jahre alte Ex-Leverkusener, der nach sechs Jahren SuperSonics im Sommer wegen eines "beschämenden Angebots" zu den Trail Blazers gewechselt war. In deren Reihen möchte er auch nach der Saison seine Karriere beenden und anschließend mit der Familie in sein wunderschön gelegenes Haus nach Seattle zurückkehren.
Trotz seiner nicht schlechten Ausbeute war Schrempf mit seinem Comeback, bei dem er von Trainer Mike Dunleavy im kompletten zweiten und vierten Viertel eingesetzt wurde, nicht ganz zufrieden. Noch sei seine Nackenverletzung, die er sich vor einigen Wochen im Training zugezogen hatte, nicht vollkommen auskuriert. "Es geht schon besser, doch richtig körperlich fit fühle ich mich noch nicht. Vor allem bin ich konditionell nicht gut drauf", gestand der blonde Riese.
Mit nunmehr 18 Siegen und nur fünf Niederlagen liegt sein zu den Meisterschaftsfavoriten zählendes Team in der Pacific Division weiter auf dem zweiten Tabellenrang. Spitzenreiter sind die Los Angeles Lakers (19/5), die bei den Atlanta Hawks (95:88) zum fünften Sieg nacheinander kamen. Beide Mannschaften haben mit Abstand die besten Bilanzen der Liga. Dallas bleibt nach seiner 16. Niederlage (acht Siege) in der Midwest Division weiter auf dem fünften Rang.
Eine wiederum starke Vorstellung bot Dirk Nowitzki. Mit 24 Punkten war der 21-Jährige auch erfolgreichster Werfer seiner Dallas Mavericks, die dennoch ihre Heimpartie gegen den NBA-Finalisten New York Knicks mit 93:100 verloren. "Das ist bitter, denn eines der beiden Heimspiele wollten wir schon gewinnen", ärgerte sich der Ex-Würzburger, dessen Mannschaft vor zwei Tagen dem Titelverteidiger San Antonio Spurs 93:100 unterlegen war.