NBA-Finals: Dallas verliert, Nowitzki verletzt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

NBA-Finals: James überragend, Nowitzki enttäuscht

Foto: Lynne Sladky/ AP

NBA-Finals Dallas verliert, Nowitzki verletzt

Auftaktniederlage für die "Mavs": Die Dallas Mavericks haben das erste Playoff-Spiel der NBA-Finalserie bei den Miami Heat verloren. Dirk Nowitzki machte wieder die meisten Punkte für sein Team - und zog sich eine Verletzung am Finger zu.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Dirk Nowitzki gehörte wieder zu den Besten auf dem Feld. Doch diesmal reichten seine 27 Punkte nicht aus. Die Dallas Mavericks verloren im ersten Spiel der Playoff-Finals 84:92 gegen die Miami Heat, die damit in der Best-of-seven-Serie 1:0 in Führung gingen. Das zweite Spiel findet am Freitag (3.00 Uhr, MESZ) erneut in Miami statt.

Nowitzki erlitt in der Neuauflage des Finals von 2006 einen Sehnenriss im Mittelfinger der linken Hand. Er werde den Finger aber schienen und im nächsten Spiel auf jeden Fall dabei sein, sagte der 32-Jährige auf der anschließenden Pressekonferenz. Die Verletzung zog er sich im letzten Viertel des Spiels zu, als er den Ball aus den Händen von Chris Bosh schlug. "Ich hoffe, dass mich das in den kommenden Spielen nicht allzu sehr belastet", sagte der 32-Jährige.

Zu Beginn der Partie kamen beide Mannschaften nur schleppend ins Spiel. Im ersten Viertel fanden jeweils weniger als 30 Prozent der Würfe ihr Ziel. Auch im zweiten Durchgang dominierten vor 20.003 Zuschauern in erster Linie die Defensivreihen.

Nowitzki, der bei Ballbesitz konsequent von zwei Gegenspielern verteidigt wurde, erzielte dennoch 13 Punkte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zog Dallas sogar auf 51:43 davon. Doch Miami kam mit seinen drei Topspielern LeBron James (24 Punkte), Dwyane Wade (22) und Chris Bosh (19) zurück und ging durch einen verwandelten Dreier von James 60:59 in Führung. Mit der Schlusssirene des dritten Viertels erhöhte James, erfolgreichster Heat-Werfer an diesem Abend, mit einem weiteren Dreier auf 65:61.

Im letzten Viertel waren Miamis Superstars deutlich überlegen. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Wade, der im Finale vor fünf Jahren zum besten Spieler gewählt worden war, mit einem Dreier zum 82:73 für die Vorentscheidung. Anders als in den vergangenen Wochen konnte Dallas das Spiel am Ende nicht mehr rumreißen und verlor zum ersten Mal in den diesjährigen Playoffs die Auftaktpartie. "Miami hatte zehn Offensiv-Rebounds mehr als wir, sie hatten somit zehn neue Chancen und wir eben nicht. Ballbesitz ist der Schlüssel», sagte Dallas-Trainer Rick Carlisle.

Im Finale der Western Conference hatten sich die "Mavs" 4:1 gegen Oklahoma City Thunder durchgesetzt. Miami gewann im Osten ebenfalls in fünf Spielen gegen die Chicago Bulls.

klu/dpa/sid