NBA Wirbel um Kidds Becher-Missgeschick
Nets-Trainer-Kidd: "Meine Handflächen waren schweißnass"
Foto: John Minchillo / AP / dpaHamburg - Trainerneuling Jason Kidd hat in der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA eine Fairness-Diskussion ausgelöst. Dem Trainer der Brooklyn Nets wird vorgeworfen, am Rande seiner Coaching-Zone kurz vor Spielende gegen die Los Angeles Lakers mit Absicht einen Eistee fallen gelassen zu haben. Kidd bestreitet die Vorwürfe.
Was war passiert? In der Partie hatte Coach Kidd 8,3 Sekunden vor Schluss beim Stand von 94:96 alle Auszeiten verbraucht und keine Chance mehr, seinen Spielern taktische Anweisungen zu geben.
Deshalb rief Kidd seinem Spieler Tyshawn Taylor offenbar "hit me" ("rempel mich an") zu, dies scheint auch ein Video zu belegen. Taylor reagierte, der Becher fiel nach der Kollision zu Boden. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie darauf, um die Pfütze beseitigen zu lassen. Während der Reinigung hatte Kidds Assistent John Welch Zeit, einen Spielzug anzusagen.
"Der Becher ist mir einfach aus der Hand gerutscht", sagte Kidd: "Meine Handflächen waren schweißnass." Nicht jeder kaufte dem früheren Starspieler, der 2011 mit Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks NBA-Champion geworden war, die Erklärung ab. "Wenn ich jemals Trainer werde, benutze ich diesen Trick", schrieb etwa Olympiasieger Andre Iguodala nach der "Cupgate" getauften Affäre bei Twitter.
Der Vorfall hatte übrigens keine Auswirkungen auf die Partie: Die Nets verloren ihr Heimspiel 94:99.