NBA: Nowitzki auf Rodmans Spuren - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

NBA Nowitzki auf Rodmans Spuren

Dirk Nowitzki hat am Montag mit einer famosen Abwehrleistung entscheidend zum überraschenden Auswärtserfolg der Dallas Mavericks bei den Utah Jazz beigetragen. Beim 113:105 sicherte er sich sage und schreibe 17 Rebounds.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Salt Lake City - Zum ersten Mal seit dem 9. Februar 1989 und 25 Niederlagen haben die Dallas Mavericks ihren Angstgegner, Utah Jazz, bezwingen können. Dank dem "German Wunderkind", wie Nowitzki von den US-Fans genannt wird, siegten die "Mavs" mit 113:105. Der Würzburger verbuchte bei seinem 46-minütigen Einsatz 16 Punkte und 17 Rebounds und hat sich damit einmal mehr in die Notizbücher der Sportjournalisten eintragen können. Nowitzki ist nach seinem erfolgreichen Auftritten im Trikot der Mavericks ein heißer Kandidat für die Auszeichnung "Most Improved Player", die am Ende der regulären Saison vergeben wird. "Es war ein großer Sieg für uns, nicht nur für die Spieler, sondern für das gesamte Team. Damit ist uns eine schwere Last von den Schultern gefallen", meinte Nowitzki. Trotz der zuletzt großen Erfolge gegen Titelverteidiger San Antonio Spurs und nun gegen die bereits für die Playoffs qualifierten Utah Jazz ist für die Mavericks nach der Vorrunde aufgrund des großen Rückstands auf Rang acht im Westen wohl Endstation.

Weiterhin für Aufregung sorgen in der NBA die Einführung der Tragepflicht für Mikrophone und die Installation von Kameras in den Umkleidekabinen. Nach dem Protest der Trainer klagte nun die Spielergewerkschaft die NBA wegen unfairer Arbeitsbedingungen und Eindringens in die Privatsphäre. "Unter der herrschenden Gesetzeslage kann die NBA solche Veränderungen nicht ohne unser Einverständnis umsetzen. Wir wurden nicht gefragt, unsere Trainer sogar mit 100.000 Dollar bestraft, jetzt handeln wir. Das können wir nicht akzeptieren", erklärte Robert Lanza, Anwalt der NBA-Spielergewerkschaft.