NBA-Play-Offs: Erste Niederlage für Schrempfs Team - DER SPIEGEL
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NBA-Play-Offs Erste Niederlage für Schrempfs Team

Am Sonntagabend haben die Minnesota Timberwolves in der Play-Off-Serie gegen die Portland Trail Blazers ihr erstes Spiel gewonnen. Detlef Schrempf erlebte im Trikot der Blazers einen rabenschwarzen Abend.
Von Tobias Pox
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Mit einem einem 0:3-"Sweep" gegen die Portland Trail Blazers wollten die Minnesota Timberwolves ihre Saison definitiv nicht beenden. Müssen sie auch nicht. Am Sonntag besiegten die "Wölfe" den Kontrahenten aus dem Nordwesten im heimischen Target Center mit 94:87 und haben im nächsten Heimspiel am kommenden Dienstag sogar die Chance, die Serie gegen den Favoriten aus Portland zum 2:2 auszugleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.

Terrell Brandon und Kevin Garnett werden vielfach bereits als Nachfolger des in die Jahre gekommenen Utah-Zauberduos Stockton/Malone gehandelt. Und dass dieser Vergleich nicht wirklich abwegig ist, bewiesen das Nachwuchstandem der Timberwolves in Spiel drei gegen die Blazers.

Besonders Brandon, den Portland-Forward Scottie Pippen nach dem Spiel als "einen der Top-Point-Guards" der Liga lobte, erlebte einen seiner absoluten Karriere-Höhepunkte. "Tee Bee" war der Mann bei Minnesota. Der ursprünglich aus Portland stammende Aufbauspieler erzielte bei einer ungewöhnlich hohen Trefferquote von 63 Prozent aus dem Feld und 100 Prozent von der Freiwurflinie 28 Punkte und meldete in der Defense seinen direkten Gegenspieler Damon Stoudamire völlig ab. Mit mageren zwei Pünktchen und keinem einzigen erfolgreichen Feldkorb wurde Stoudamire quasi zur Bedeutungslosigkeit verurteilt.

Auch Brandons Partner, Kevin Garnett, legte eine MVP-verdächtige Performance aufs Parkett. Der schlaksige Forward, der mit 2,11 Meter Körpergröße eher die Länge eines Centers hat, verbuchte mit 23 Punkten, 13 Rebounds und 10 Assists bereits sein zweites Triple-Double der laufenden Serie. Garnett und Brandon markierten mit zusammen 51 Zählern mehr als die Hälfte aller Timberwolves-Punkte.

Ein solcher Synergieeffekt blieb Portland verwehrt. Shooting-Guard Steve Smith bot mit 22 Punkten eine gute Leistung, ein durchschlagskräftiger Partner fehlte ihm jedoch. Arvidas Sabonis (17 Punkte) und Rasheed Wallace (15) spielten zwar solide, aber mehr eben auch nicht. Scottie Pippen, der in den vorangegangen zwei Duellen erfolgreich das Kommando übernommen hatte, hielt sich mit 16 Punkten dieses Mal merklich zurück.

Einen grauenhaften Abend erlebte Detlef Schrempf. Der Deutsche konnte der ihm bei Portland zugewiesenen Rolle des produktiven Bankspielers nicht gerecht werden. Ungewohnte Ladehemmungen - null Treffer bei vier Wurfversuchen - führten dazu, dass Schrempf nur acht Minuten Einsatzzeit bekam und keinen einzigen Punkt erzielte.