NBA-Playoffs: Celtics ziehen ins Finale ein - DER SPIEGEL
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NBA-Playoffs Celtics ziehen ins Finale ein

Die Boston Celtics setzen ihren Siegeszug in der NBA fort: Der Rekordmeister gewann Spiel sechs gegen Orlando, verhinderte so eine Sensation der Magic und zog als erste Mannschaft ins Endspiel ein. Dort könnte es einmal mehr zum Duell der Super-Teams kommen.
Celtics-Coach Rivers: "In jedem Duell so gespielt, als wollten sie den Titel gewinnen"
Celtics-Coach Rivers: "In jedem Duell so gespielt, als wollten sie den Titel gewinnen"

Celtics-Coach Rivers: "In jedem Duell so gespielt, als wollten sie den Titel gewinnen"

Foto: ELSA/ AFP
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Hamburg - Die Boston Celtics haben als erstes Team das Finale der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA erreicht. Der Rekordmeister gewann sein Heimspiel gegen die Orlando Magic 96:84 und kam somit im sechsten Spiel der Best-of-seven-Serie zum vierten und entscheidenden Sieg in den Eastern-Conference-Finals. Vor 18.624 Zuschauern im ausverkauften Bostoner Garden erzielte Celtics-Kapitän Paul Pierce 31 Punkte und holte 13 Rebounds. Bei den Magic war Superstar und Center Dwight Howard mit 28 Zählern und zwölf Rebounds auffälligster Akteur.

"Yeah, wir haben genau das geschafft, was wir uns zu Saisonbeginn vorgenommen hatten. Und jetzt sind wir genau da gelandet", sagte Bostons Coach Glenn "Doc" Rivers. "Ich habe immer an das Team geglaubt. Das ist wie ein Gen in uns", so der Celtics-Trainer.

Durch die vierte Niederlage im sechsten Spiel verpasste Orlando die Sensation. Nach drei Auftaktpleiten gegen Boston hatte das Team aus Florida zuletzt den Rückstand in der Serie auf 2:3 verkürzen können. Zwei weitere Siege, und die Magic hätten Historisches vollbracht: Noch nie war es einem Team in den NBA-Playoffs gelungen, einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg zu drehen.

Vorentscheidung im dritten Viertel

Doch bereits im ersten Viertel des sechsten Duells machten die Gastgeber deutlich, dass sie die Sensation verhindern und die Serie an diesem Abend beenden wollten. Mit einer 30:19-Führung gingen die Celtics ins zweite Viertel. Anschließend kamen die Gäste zwar etwas besser ins Spiel, dennoch konnte Boston die Führung ausbauen. Zur Pause lag der NBA-Rekord-Champion (17 Titel) 55:42 in Front.

Im dritten Spielabschnitt fiel dann die Vorentscheidung: Angetrieben vom starken Forward Pierce bauten die Celtics ihren Vorsprung auf 21 Punkte aus (82:61). Im letzten Viertel konnte Orlando zwar verkürzen, der Sieg und der damit verbundene Finaleinzug Bostons war jedoch nie gefährdet. Durch diesen Erfolg revanchierten sich die Celtics für die Viertelfinal-Niederlage gegen Orlando im Vorjahr, als sich die Magic in sieben Spielen durchgesetzt hatten.

"Die Celtics haben in jedem Duell gegen uns so gespielt, als wollten sie den Titel gewinnen. Deswegen stehen sie da, wo sie angekommen sind", so Orlando-Star Howard. Bostons 33 Jahre alter Veteran Pierce sagte: "Meine Karriere neigt sich allmählich dem Ende zu. Wieder im Finale zu stehen, ist ein Riesending. Aber noch größer wäre es, wenn wir noch einmal Meister werden würden."

Lakers möglicher Finalgegner

Mit diesem Sieg erreichten die Celtics nach 2008 erneut die Finalspiele um die NBA-Meisterschaft. Und erneut könnte es, wie schon vor zwei Jahren, zum Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers kommen. Der Club mit den zweitmeisten Titeln (15 Meisterschaften) nach Boston führt in den Western-Conference-Finals nach einem Zittersieg in Spiel fünf gegen die Phoenix Suns 3:2 und kann in der Nacht zu Sonntag bei der Auswärtspartie in Arizona den Finaleinzug perfekt machen.

Die Endspielteilnahme Bostons ist umso bemerkenswerter, da das Team vor sechs Wochen von fast allen Experten schon abgeschrieben worden war. "Überaltert, müde, ohne Konstanz" titelten die Medien nach den peinlichen Niederlagen der Celtics gegen die schwächsten NBA-Teams wie die New Jersey Nets und Washington Wizards. Rang vier in der Eastern Conference war die Quittung. In den Playoffs hingegen zeigte Boston ganz starke Leistungen, schaltete zunächst die Miami Heat aus und anschließend auch die Cleveland Cavaliers um Superstar LeBron James, die beste Mannschaft nach der regulären Saison und der Top-Favorit auf den NBA-Titel - bis die Celtics kamen.

ham/sid/dpa

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