NBA-Profi Collison: Dirk-Decker mit Herz - DER SPIEGEL
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NBA-Profi Collison Dirk-Decker mit Herz

Trubel um einen Großverdiener: Die Vertragsverlängerung von Nick Collison beim NBA-Club Oklahoma City Thunder irritierte nicht nur dessen Anhänger. Das Basketball-Magazin "FIVE" erklärt, warum er für sein Team so wertvoll ist und wie er selbst Dirk Nowitzki zu schaffen machte.
Von Simon Steinkogler
Power-Forward Collison (m.): Das Herz der Oklahoma City Thunder
Power-Forward Collison (m.): Das Herz der Oklahoma City Thunder

Power-Forward Collison (m.): Das Herz der Oklahoma City Thunder

Foto: Ralph Lauer/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nick Collison weiß, dass ihn der gewöhnliche Basketballfan nicht schätzt. Er weiß auch, dass er den Zorn einiger Anhänger auf sich gezogen hat. Und zwar mit der Vertragsverlängerung im letzten Jahr, die ihm in der abgelaufenen Saison 13,3 Millionen Dollar einbrachte.

Um den Dollar-Wahnsinn um einen Profi zu verstehen, der dieses Jahr nur 21 Minuten pro Spiel auf dem Platz stand, bedarf es eines genaueren Blicks auf Collisons Rolle in der Mannschaft der Oklahoma City Thunder. Und vielleicht auch dieses Zitats von Oklahomas Trainer Scott Brooks: "Nick hat mehr Herz als wir alle zusammen. Er macht so viele gute Sachen für uns. Er macht die vielen kleinen Dinge." Wie zum Beispiel in der Verteidigung, wo Collison zu den Besten auf seiner Position als Power-Forward gehört.

Seine fehlende Athletik macht der 2,08 Meter große "Big Man" mit viel Spielintelligenz und Erfahrung wett. Er weiß, wo er zu stehen hat. Der ehemalige Starspieler der Kansas University setzt seinen Körper geschickt ein und ist einer der Besten, wenn es um das Provozieren von Offensivfouls geht.

Collison setzte sogar Nowitzki unter Druck

Wie wichtig Collison für das Team ist, zeigte sich zum Beispiel in der Serie gegen die Dallas Mavericks. Sicher, im Endeffekt konnte niemand Dirk Nowitzki in diesen Playoffs vom Punkten abhalten. Dennoch: Nachdem Serge Ibaka verzweifelt das Handtuch geworfen hatte, versuchte sich Collison gegen den Deutschen und bereitete ihm mehr Probleme als jeder andere der bisherigen Gegner.

Wie aber kann Oklahoma es sich erlauben, einen Karriereschnitt von 7,4 Punkten mit einer Vertragsverlängerung in Millionenhöhe zu belohnen? Die Entscheidung ergibt erst bei genauerem Hinsehen Sinn: Nur dieses Jahr wird der 30-Jährige, der seit Beginn seiner NBA-Karriere 2003 im Kader der Thunder/Sonics steht, 13,3 Millionen Dollar verdienen.

Die Summe setzt sich aus dem Gehalt des letzten Vertrages (6,8 Millionen) und einem Verlängerungsbonus von 6,5 Millionen zusammen. Der neue Vertrag tritt erst 2012 in Kraft, bis 2015 wird Collison insgesamt also nur elf Millionen Dollar bekommen. In Anbetracht der Tatsache, dass Oklahoma dadurch einen wichtigen Rollenspieler für weitere vier Jahre mit einem gestaffelten Gehalt von durchschnittlich 2,8 Millionen an sich bindet, ist das eigentlich ein guter Deal. Das weiß auch Nick Collison.

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