NBA-Profi Matt Barnes Der Wandervogel
Magic-Forward Barnes: Wanderjahre durch die NBA
Foto: ? Scott Audette / Reuters/ REUTERSIn seiner Schulzeit war Matt Barnes nicht nur ein hervorragender Basketballspieler, sondern auch einer der besten Wide Receiver, die der High-School-Football der USA zu bieten hatte. Doch am College entschied sich Barnes schließlich für den runden Ball.
Unmittelbar nach seiner vierjährigen Collegeausbildung an der University of California in Los Angeles (UCLA) begann seine ereignisreiche Reise durch die Basketballwelt. 2002 wurde er im NBA-Draft 2002 an 46. Stelle von den Memphis Grizzlies ausgewählt. Die Franchise tauschte den Small Forward allerdings zusammen mit Nick Anderson für Wesley Person direkt weiter zu den Cleveland Cavaliers, wo Barnes in letzter Minute aus dem Kader gestrichen wurde.
So übte sich Barnes in seinem ersten Jahr als Profi in der D-League bei den Fayetteville Patriots. Im September 2003 versuchte er es erneut in der NBA, diesmal bei den Seattle SuperSonics. Doch auch dort blieb ihm der Sprung in den Kader verwehrt. Nach guten Leistungen für Long Beach in der American Basketball Association boten ihm die Los Angeles Clippers im Januar 2004 einen Zehntagesvertrag an. Barnes überzeugte und wurde für den Rest der Saison unter Vertrag genommen.
Endlich in der NBA angekommen, folgten in den nächsten zwei Jahren mehrere kurze Engagements bei den Sacramento Kings, New York Knicks und gleich zwei Mal bei den Philadelphia 76ers. Es schien einfach keinen festen Platz für Matt Barnes zu geben. Deshalb zog der damals 26-Jährige vor der Saison 2006/2007 ernsthaft ein Engagement in der NFL in Betracht.
Was passiert mit Barnes in Orlando?
Doch alles kam erneut anders als beabsichtigt, und Barnes fand in den nächsten zwei Jahren seine vorläufige Basketballheimat in Oakland. Unter Coach Don Nelson entwickelte sich Barnes bei den Golden State Warriors prächtig und erkämpfte sich endlich einen festen Platz in einem NBA-Team.
Dennoch wechselte er nach zwei erfolgreichen Jahren nach Phoenix. Bei den offensivstarken Suns spielte Barnes von 2008 bis 2009 mit 10,2 Punkten und 5,5 Rebounds pro Spiel seine bisher beste Saison. Sesshaft wurde er dort jedoch ebenfalls nicht.
Vielmehr ist Barnes nach zwei Trades, drei Entlassungen und zehn verschiedenen Teams in sieben Jahren nun in Orlando angekommen, wo er als Antreiber ein Puzzlestück im Championship-Team der Magic sein sollte. Dass dieser Plan nicht aufging, ist bekannt - Orlando verlor in den Conference-Finals gegen die Boston Celtics, den Titel gewannen die Los Angeles Lakers.
Barnes brachte es in der vergangenen Saison dennoch bei durchschnittlich 25,9 Minuten Spielzeit auf 8,8 Punkte, 5,5 Rebounds und eine Wurfquote von 48,7 Prozent. Dass er trotz dieser soliden Werte in Orlando bleiben kann, ist nicht sehr wahrscheinlich.
Die Magic verpflichteten unlängst Quentin Richardson - ein Small Forward. Barnes scheint sich also verzockt zu haben, als er eine Ausstiegsklausel zog. "Ehrlich gesagt, sieht es nicht gut aus für mich", so Barnes. Er bleibt dennoch gelassen, bislang ist er immer irgendwo untergekommen.