NFL: Alle Playoff-Teams im Überblick - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

NFL Alle Playoff-Teams im Überblick

Die NFL-Playoffs starten, zwölf Teams träumen vom Gewinn des Super Bowls. Für wen das ein Traum bleiben wird? Schlechte Chancen hat der Titelverteidiger, die Patriots hoffen weiter auf Tom Brady.
Philadelphia Eagles
Philadelphia Eagles

Philadelphia Eagles

Foto: Jae C. Hong / AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die reguläre Saison ist vorbei, nun beginnen in den USA die NFL-Playoffs. In K.-o.-Spielen wird entschieden, wer im Super Bowl um den großen Preis antreten darf. Von den acht Siegern der Divisionen dürfen vier Teams die erste Playoff-Runde, die Wildcard-Round, aussetzen. Dort treten die übrigen Gewinner gegen die vier besten Zweiten an. Das sind die Teams, die dieses Jahr um den Super Bowl spielen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die vier Topteams

New Orleans Saints: Im direkten Duell mit den Los Angeles Rams, die ebenfalls 13 Spiele in der regulären Saison gewinnen konnten, sicherten sich die Saints den Heimvorteil im Idealfall bis zum Super Bowl. Die Stärke der Saints ist die gut eingespielte Offensive, die sowohl im Pass- als auch im Laufspiel überzeugt. Drew Brees zählt mit 39 Jahren noch immer zu den besten Quarterbacks der Liga. In 15 Spielen brachte er 74,4 Prozent seiner Pässe an den Mann - ligaweiter Bestwert.

Los Angeles Rams: Seit Saisonbeginn werden die Rams hoch gehandelt. Trainer Sean McVay ist mit 32 Jahren jünger als so mancher Spieler in den Playoffs. Sein Team hat den zweitbesten Angriff und erreichte das zweitbeste Ergebnis aller Mannschaften. So glanzvoll die Offensive um Runningback Todd Gurley sein mag - heißester Kandidat auf eine individuelle Auszeichnung ist Defensive Tackle Aaron Donald. Niemand erwischte den gegnerischen Quarterback häufiger (20,5 Sacks), was für Donalds Position äußerst ungewöhnlich ist.

Patrick Mahomes (rechts)

Patrick Mahomes (rechts)

Foto: Charlie Riedel / dpa

Kansas City Chiefs: 50 geworfene Touchdowns in einer Saison schafften bislang nur die beiden Legenden Peyton Manning und Tom Brady. Mit seinen 22 Jahren knackte Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes nun die Marke mit teils spektakulären Pässen. Dass er zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt wird, ist für viele Fans und Experten bloß noch Formsache. Kansas City hat die stärkste Offensive, in der Verteidigung sind sie jedoch anfällig.

New England Patriots: Vergangene Saison mussten die Patriots im Super Bowl eine Niederlage gegen die Philadelphia Eagles hinnehmen. Diese Saison schwankte die Leistung des Teams, doch mit der Erfahrung von Trainer Bill Belichick und Quarterback Tom Brady sind die Patriots für jeden Gegner gefährlich. Brady wird oft als bester Spieler der Geschichte bezeichnet - mehr Titel holte niemand als der 41-Jährige. Bei einem sechsten Titelgewinn würden er und sein Team mit Rekordmeister Pittsburgh Steelers gleichziehen.

Diese Teams gewannen ebenfalls ihre Division

Chicago Bears: Das Team aus "Windy City" lebt von seiner starken Defensive, die beste in der regulären NFL-Saison. Dafür verantwortlich ist Khalil Mack, den Chicago zu Saisonbeginn von den Oakland Raiders verpflichtet hatten. Der Linebacker zählt zu den dominantesten Verteidigern der NFL, 2016 wurde er als Defensivspieler des Jahres ausgezeichnet.

Khalil Mack (oben)

Khalil Mack (oben)

Foto: Adam Bettcher / AFP

Houston Texans: Die ersten drei Spiele der Saison gingen verloren, danach legte das Team eine Siegesserie über neun Partien hin. Quarterback Deshaun Watson und Wide Receiver DeAndre Hopkins (22 und 26 Jahre alt) bilden ein dynamisches Duo. Größter Schwachpunkt der Texans: das Laufspiel.

Baltimore Ravens: Nach neun Spielen, in denen es trotz der zweitbesten Defensive der Liga nur vier Siege gegeben hatte, verletzte sich Quarterback Joe Flacco - ein Glücksfall für die Ravens, denn mit Rookie Lamar Jackson gewann Baltimore sechs der verbleibenden sieben Partien. Seine Spielweise ist sehr unkonventionell - er läuft mehr, als er wirft.

Dallas Cowboys: Zur Halbzeit der regulären Saison standen die Cowboys mit drei Siegen und fünf Niederlagen da. Die Verpflichtung des Wide Receivers Amari Cooper gab dem Angriff, dessen Schlüsselspieler Star-Runningback Ezekiel Elliott ist, neue Möglichkeiten. Von den restlichen acht Partien verlor Dallas nur eine.

NFL-Playoffs-Analyse im Video: "Das spannendste Team im Football"

SPIEGEL ONLINE

Die Wildcards

Los Angeles Chargers: Trotz ihrer zwölf Siege müssen die Chargers in der ersten Runde ran - sie spielten in einer Division mit Kansas City, die den direkten Vergleich gewonnen hatten. Die sehr ausgeglichene Offensive war die viertbeste der regulären Saison. Die Verteidigung ist ebenfalls stabil, aktuell jedoch durch Verletzungen geschwächt.

Indianapolis Colts: Quarterback Andrew Luck hat die vergangene Saison komplett verpasst und feierte in der laufenden ein fulminantes Comeback. Tight End Eric Ebron gehört auf seiner Position zu den Besten der Liga. Großen Anteil am Erfolg hat auch Trainer Frank Reich.

Seattle Seahawks: Die Verteidigung der Seahawks verlor vor Saisonbeginn mehrere Schlüsselspieler an andere Teams. Viele Fans hatten sich schon auf eine schlechte Saison eingestellt, doch die Defensive blieb stabil und Quarterback Russell Wilson entschied Spiele mit seiner abwechslungsreichen Spielweise aus Läufen und langen Pässen teilweise im Alleingang.

Nick Foles

Nick Foles

Foto: Will Newton / AFP

Philadelphia Eagles: Mit Ersatz-Quarterback Nick Foles holten die Eagles vergangene Saison ihre erste Meisterschaft. Zu Saisonbeginn wurde er jedoch wieder vom eigentlichen Star Carson Wentz verdrängt. Da sich dieser erneut verletzte, sprang Foles ein und führte die Eagles mit drei Siegen in Folge in die Playoffs. Dabei stellte er mit 25 erfolgreichen Pässen in Folge einen NFL-Rekord auf. Philadelphia schaffte es gerade so in die Playoffs - eine Titelverteidigung scheint unwahrscheinlich.