Nicolas Limbach scheitert bei den Olympischen Spielen - DER SPIEGEL
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Säbelfechten Favorit Limbach scheitert im Viertelfinale

Enttäuschung für Nicolas Limbach: Der Säbelfechter ist überraschend im Viertelfinale ausgeschieden. Dabei galt der Weltranglistenerste als Kandidat auf die Goldmedaille - doch Nikolaj Kowalew aus Russland beendete diese Hoffnungen.
Säbelfechter Limbach: Enttäuschung im Viertelfinale
Säbelfechter Limbach: Enttäuschung im Viertelfinale

Säbelfechter Limbach: Enttäuschung im Viertelfinale

Foto: Jonathan Brady/ dpa
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Hamburg - Es läuft noch nicht für die deutsche Olympia-Mannschaft. Der zweite Tag der Olympischen Spiele in London neigt sich dem Ende zu - und noch immer ist keine deutsche Medaille in Sicht. Nun hat auch die bislang größte Hoffnung des DOSB-Teams gepatzt: Nicolas Limbach.

Der Säbelfechter war von einigen Buchmachern bereits als Top-Kandidat auf die erste deutsche Goldmedaille gehandelt worden, doch Nikolaj Kowalew setzte diesen Träumen ein Ende. Im Viertelfinale bezwang der Russe Limbach 15:12. "Die Enttäuschung ist groß. Ich wollte hier gewinnen - das ist klar", sagte der Deutsche nach dem Kampf. Am Ende belegte er in der Platzierungsrunde Rang fünf.

Dabei hatte Limbach bislang einen überzeugenden Auftritt: Durch zwei klare Siege gegen den Polen Adam Skrodzki (15:8) und Team-Kollege Benedikt Wagner (15:7) hatte der 26-Jährige souverän die Runde der letzten Acht erreicht. Doch dort war dann Schluss.

"Hatte nie diese Sicherheit"

Limbach erwischte einen schwachen Start, lag schnell 0:3 hinten. Doch er kämpfte sich wieder heran. Beim 8:7 ging er erstmals in Führung - musste aber am Ende die Niederlage hinnehmen. "Ich hatte nie diese Sicherheit, ich hatte gegen Kowalew nie das Gefühl, einen Lauf zu haben", sagte Limbach.

In Max Hartung verpasste auch der dritte deutsche Säbelfechter in der Konkurrenz den Einzug ins Halbfinale. Er verlor gegen den späteren Goldmedaillengewinner Aron Szilagyi 13:15. Hartung belegte letztlich Rang sieben.

Limbach hatte in diesem Jahr vier Weltcup-Turniere gewonnen und stand bei den vergangenen drei Weltmeisterschaften jeweils im Finale. Doch auch bei den Spielen in Peking 2008 war er früh gescheitert: Als Weltranglistenerster an den Start gegangen, schied er im Achtelfinale aus und landete am Ende auf Platz neun.

Am Freitag starten Säbelfechter Limbach und Co. noch im Team-Wettbewerb. Dort wartet als Auftaktgegner Südkorea. Dort soll es dann mit einer Medaille klappen: "Ich gehe wieder positiv in den Kampf", sagte Limbach.

bka/sid/dpa