Nils Schumann: "Oh Mann, das wird schwer" - DER SPIEGEL
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Nils Schumann "Oh Mann, das wird schwer"

Mit großer Ungewissheit nach einer bislang unrhythmischen Saison war Nils Schumann zur Leichtathletik-WM nach Edmonton gefahren. Nach dem ersten Vorlauf darf er wieder zuversichtlich sein.
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Edmonton - Die erste Verunsicherung hat Nils Schumann mit einem beherzten Spurt auf der Zielgeraden abgeworfen. "Das war sehr aufregend. Zwischendurch habe ich gedacht: Oh Mann, das wird schwer", sagte der sichtlich erleichterte 800-Meter-Olympiasieger, nachdem er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton ins Halbfinale eingezogen war. Bei seinem ersten Rennen seit dem 4. Juni in Hengelo mogelte sich der Berliner auf der Innenbahn an dem Südafrikaner Hezekiel Sepeng, dem WM-Zweiten von 1999, sowie an Arthemon Hatungimana aus Burundi vorbei und gewann seinen Vorlauf in 1:45,69 Minuten.

"Ich weiß, dass ich eine Chance habe"


Nervös war Schumann vor seinem Startblock auf- und abgehüpft. Der Muskelfaserriss im Oberschenkel, die fehlende Wettkampfpraxis, der positive Dopingtest seiner früheren Lebensgefährtin Amewu Mensah, dann die Achillessehnenbeschwerden im Trainingslager in Calgary: Der Sportler des Jahres 2000 hat keine leichten Wochen hinter sich. "Die Unsicherheit war ziemlich groß. Ich weiß nicht, ob ich hundertprozentig fit bin, aber ich weiß, dass ich eine Chance habe", freute sich dann aber der 23-Jährige. "Wenn alles gut läuft, kann ich um den Titel mitkämpfen."

Aufatmen im Schumann-Lager


Nach Schumanns WM-Auftakt atmete auch sein Manager Jos Hermens auf. "Man weiß ja nie. Ich kann nicht in seine Beine reinschauen. Aber das war stark. Jetzt ist alles möglich", so der Niederländer und machte sich schon mal für Dienstag Gedanken: "Wenn mehrere Kenianer durchkommen, dann werden die das Tempo machen."

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