Olli & Andi: Das kleine bisschen Shoppen - DER SPIEGEL
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Olli & Andi Das kleine bisschen Shoppen

Das tägliche Interview mit dem deutschen Beachvolleyballteam Oetke/Scheuerpflug bei SPIEGEL ONLINE. Heute: Schlafen, einkaufen und Menschen ohne Trainingsanzüge beobachten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL ONLINE:

Olli und Andi, wie habt ihr euren Tag heute gestaltet?

Olli Oetke: Wir haben morgens schon eine richtige Routine entwickelt. Ich schlafe aus, Andi ist eher der "Frühaufsteher", begibt sich meistens schon gegen 9 Uhr in die Kantine. Außerdem bringt er es immer schon fertig, morgens ausgiebig zu quatschen. Im Anschluss erledigen wir dann unsere Pflichten: Geben SPIEGEL ONLINE das tägliche Interview, updaten unsere eigene Homepage, beantworten die Massen an Fanpost, die wir jeden Tag bekommen - und dann können wir auch schon wieder zurück in die Kantine zum Mittagessen.

SPIEGEL ONLINE: Und danach geht's dann wieder ins Bett?

Andi Scheuerpflug: Natürlich nicht. Heute stand "Sydney downtown" auf dem Programm. Wir waren ein bisschen shoppen.

SPIEGEL ONLINE: Was habt Ihr gekauft?

Andi: Für uns gar nichts. Wir haben denjenigen, die uns in Deutschland während der ganzen Vorbereitung unterstützt haben, ein paar Mitbringsel organisiert. Und das haben wir dann schön mit etwas Sightseeing verbunden. Im Bezirk "The Rocks" beispielsweise finden sich viele kleine Geschäfte, Cafés und natürlich entsprechend viele Touristen. Geht man die kleine Shopping-Meile bis ans Ende, gelangt man ans Wasser, von wo aus man eine tolle Sicht auf die zwei Wahrzeichen Sydneys hat: Die Harbour-Bridge und das Opernhaus.

SPIEGEL ONLINE: Apropos Oper - habt ihr einen Besuch eingeplant?

Olli: Eingeplant auf jeden Fall. Das NOK kümmert sich ja hervorragend um uns Sportler, bietet Tagestouren ins Umland an und besorgt eben auch Karten für Veranstaltungen in der Oper. Alles kostenlos. Tja, und da wir jetzt ja schon einen Anzug besitzen - das offizielle Olympiaoutfit -, haben wir natürlich vor auch wenigstens einmal in die Oper zu gehen.

SPIEGEL ONLINE: Merkt man in der Stadt eigentlich etwas von Olympia?

Andi: Zuerst ist es ein ganz komisches Gefühl, wenn man aus dem Athletendorf herauskommt. Da merkst du erst, in welch einer künstlichen Welt du lebst. Man ist ziemlich überrascht, Menschen in Alltagskleidung und nicht nur Sportler in Trainingsanzügen zu sehen.

SPIEGEL ONLINE: Und was treiben diese "normalen" Menschen"?

Olli: Unglaublich viele Leute sitzen vor laufenden Fernsehern in Cafés und verfolgen die Liveübertragungen von den verschiedenen Events der Spiele. Auf manchen Plätzen sind sogar Großbildschirme aufgebaut, vor denen bis zu 2000 Personen sitzen, die ihre Landsleute anfeuern und anschließend in Bars gehen, um ihre Sieger mit dem ein oder anderen Bier zu feiern.

Das Gespräch führte Thomas Lötz.