Olympia 2008: US-Basketballer holen Gold - DER SPIEGEL
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Olympia 2008 US-Basketballer holen Gold

Der große Favorit siegte, doch im Finale wurden die Basketballer des US-Teams erstmals bei Olympia ernsthaft gefordert. Gegner Spanien hielt bis zum Schluss gut mit, verpasste aber die Sensation gegen die Auswahl der NBA-Stars.
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Hamburg - Die Basketballer der USA gewannen am Sonntag in Peking zum 13. Mal die Goldmedaille bei Olympia. Das Team um die NBA-Profis Dwyane Wade (27 Punkte), Kobe Bryant (20) und LeBron James (14) setzte sich im Endspiel gegen Weltmeister Spanien mit 118:107 (69:61) durch. Beste spanische Werfer waren Rudy Fernandez (22) und Pau Gasol (21).

"Den Spaniern blieb bei der zweiten Finalteilnahme wie bereits 1984 in Los Angeles gegen die USA erneut nur Silber. In der Begegnung zuvor hatte sich Argentinien, Olympiasieger 2004 in Athen, mit einem 87:75 (46:34) im Spiel um Platz drei gegen den EM-Dritten Litauen die Bronzemedaille gesichert.

"Jetzt sind wir wieder dort, wo wir hingehören", sagte Bryant und Wade urteilte: "Es war ein langer Weg. Aber wir haben es geschafft, und ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein." US-Coach Mike Krzyzewski sprach sogar von einem historische Moment und lobte seine "Mannschaft mit Charakter" ."Wir haben den Weltmeister und den Olympiasieger von Athen besiegt, besser kann man sich nicht beweisen", ergänzte Carmelo Anthony.

Im Endspiel, der mit Abstand schwersten und umkämpftesten Partie auf dem Weg zum Gold, setzten sich die USA erst in der Schlussphase gegen die starken Spanier durch. Im letzten Viertel, in der das Spiel zu kippen drohte, übernahm besonders Bryant die Verantwortung. "Ich habe viel über unsere individuellen Stärken gelesen. Hier und heute haben wir jedoch bewiesen, dass wir eine Mannschaft sind", sagte er.

Mit mehr Konzentration und Organisation als beim 82:119 in der Vorrunde wollten die Spanier diesmal die kleine Chance gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner nutzen. Vor 18.000 Zuschauern in der Olympia-Halle hielt die Führung der Iberer aber nur bis zur 7. Minute, bevor die Amerikaner bis zum Ende des ersten Viertels auf 38:31 davonzogen.

In einer in der Defensive hart umkämpften Partie, in der die Schiedsrichter einige umstrittene Entscheidungen fällten und damit kurz für etwas Aufregung sorgten, gelang es den US-Profis zunächst nicht, den Vorsprung auf mehr als acht Zähler auszubauen. Das lag auch daran, dass die Spanier mit ihrer aggressiven Verteidigung beim Gegner zahlreiche Fehler provozierten. Nach dem Wechsel verkürzten die Iberer sogar auf 73:77 (24.) und brachten die USA zeitweise in Verlegenheit.

all/sid/dpa