Olympia 2012: Ahlmann patzt beim Springreiten - DER SPIEGEL
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Springreiten Medaillenkandidat Ahlmann scheitert zum Auftakt

Schlechter Start für Deutschlands Springreiter: Mitfavorit Christian Ahlmann ist mit 15 Fehlerpunkten ausgeschieden. Sein Hengst erschreckte sich bei einem Abwurf - und verweigerte sich dann kurzfristig. Im Team-Wettbewerb ist trotzdem weiter eine Medaille möglich.
Springreiter Ahlmann: 15 Strafpunkte am ersten Tag
Springreiter Ahlmann: 15 Strafpunkte am ersten Tag

Springreiter Ahlmann: 15 Strafpunkte am ersten Tag

Foto: Jochen Lübke/ dpa
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Hamburg - Mitfavorit Christian Ahlmann hat einen Fehlstart im olympischen Wettbewerb der Springreiter hingelegt. Der 37-Jährige scheiterte mit 15 Fehlerpunkten bereits im ersten Umlauf und verpasste als 69. die nächste Qualifikationsrunde.

"Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass alles glattgeht", sagte Bundestrainer Otto Becker: "Das darf man aber nicht überbewerten." Das Reglement rettete Ahlmann und das deutsche Team: Er darf mit seinem Hengst Codex One weiter am Teamwettbewerb teilnehmen. Die Eröffnungsrunde im Greenwich Park war lediglich die erste Qualifikation für die Einzelwertung, bei der 15 Paare ausschieden. Dass der missglückte Auftakt Folgen haben könnte, erwartet der Trainer nicht: "Beide sind top in Form." Mit den anderen drei Teamreitern durfte Becker hingegen zufrieden sein, sie hatten keinen Abwurf.

Nachrückerin Michaels-Beerbaum überzeugt

Sein Hengst habe sich nach einem Abwurf erschrocken, sagte Ahlmann. Ein weiterer Abwurf und schließlich eine Verweigerung waren die Folge. Unter Einsatz seiner Gerte musste Ahlmann das Pferd wieder unter Kontrolle bringen. Nach einer kurzen Pause, in der die Hindernisse wieder aufgebaut wurden, ging es weiter. "Ich bin froh, dass er danach wieder gesprungen ist", sagte Ahlmann, der nun nur noch die zwei Runden des Nationenpreises am Sonntag und Montag reiten darf.

Die anderen drei deutschen Reiter Janne Friederike Meyer, Meredith Michaels-Beerbaum und Marcus Ehning überzeugten und blieben ohne Springfehler. In der zweiten Runde "können wir sicher eine Steigerung erwarten", sagte Becker.

Besonders zufrieden war Michaels-Beerbaum, die als Ersatzreiterin mit ihrer erst neunjährigen Bella Donna ins Team gerutscht war. "Das war gut für das junge Pfere", sagte die Reiterin. Ihre Stute habe gezeigt, dass sie die Nerven für Olympia habe: "Das weiß man erst, wenn man da ist."

leh/dpa