Olympia 2012: Deutsche Florettfechter ausgeschieden - DER SPIEGEL
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Deutsche Florettfechter bei Olympia Debakel für Kleibrink und Co.

Das hatten sich die deutschen Florettfechter sicher anders vorgestellt: Anstelle der erhofften Medaillen setzte es Pleiten für Benjamin Kleibrink, Peter Joppich und Sebastian Bachmann. Besonders Kleibrink enttäuschte - für den Peking-Olympiasieger kam das Aus bereits in Runde eins.
Florettfechter Kleibrink: Aus in Runde eins
Florettfechter Kleibrink: Aus in Runde eins

Florettfechter Kleibrink: Aus in Runde eins

Foto: Marius Becker/ dpa
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Hamburg - Die deutschen Florettfechter haben bei den Olympischen Sommerspielen einen schwarzen Tag erlebt: Titelverteidiger Benjamin Kleibrink, der viermalige Einzel-Weltmeister Peter Joppich und Sebastian Bachmann scheiterten bereits früh im Turnier.

Joppich, 2008 noch Fünfter, musste sich im Achtelfinale 10:15 gegen den Ägypter Alaaeldin Abouelkassem geschlagen geben. Bachmann unterlag bei seiner olympischen Premiere ebenfalls in der Runde der besten 16 dem topgesetzten Italiener Valerio Aspromonte 11:15. Für Kleibrink war bereits in der ersten Runde Schluss. In der Neuauflage des olympischen Finals von 2008 verlor der 27-Jährige gegen den Japaner Yuki Ota überraschend deutlich 5:15.

Nach seinem Aus rauschte er kommentarlos in die Katakomben der Arena. In Peking 2008 hatte er noch Gold geholt. Bitterer hätte es nicht kommen können. "Er hat sich tief in seinem Inneren vielleicht schon auf den Mannschaftswettbewerb konzentriert", sagte Sportdirektor Manfred Kaspar, der ob des Auftritts ratlos schien.

Dabei hatte sich Kleibrink vor den Spielen noch zuversichtlich gezeigt. Und das nicht ohne Grund: Der zweite Platz bei der EM in Legnano war seine Rückmeldung in der Weltspitze. Vier sportlich schwierige Jahre hat Kleibrink seit seinem Olympiasieg hinter sich. Nach Peking nahm er sich eine selbstgewählte mehrmonatige Pause. Und musste sich anschließend durch die "Niederungen" der Qualifikation wieder ins Hauptfeld der Weltcup-Turniere kämpfen.

Hoffnungen ruhen auf dem Team-Wettbewerb

Als er im vergangenen Jahr wieder auf dem Weg in Richtung Weltspitze war, hatte er mit seinem Motorrad einen Unfall. Eine Operation an seiner linken Fechtschulter und eine erneute mehrmonatige Zwangspause folgten. Ausgerechnet zum Start der Olympiaqualifikation, die für die deutschen Florettherren ohne Kleibrink lange Zeit ein Zitterspiel war.

Erst bei der WM in Catania konnte er wieder eingreifen und hatte am Gewinn der Bronzemedaille im Team maßgeblichen Anteil. Was folgte, war eine beeindruckende Serie des Teams mit sechs Podestplätzen in Folge, die schließlich die Qualifikation für London einbrachte und Hoffnungen auf olympisches Edelmetall mit der Mannschaft weckte. Am kommenden Sonntag will Kleibrink nun zusammen mit Joppich und Bachmann im Teamwettbewerb die zweite Chance auf eine Medaille nutzen.

mib/dpa/sid