Deutsches Olympiateam Badminton-Medaillenhoffnung Schenk gescheitert
Badmintonspielerin Schenk: Aus im Achtelfinale
Foto: BAZUKI MUHAMMAD/ REUTERSHamburg - Die deutsche Medaillenhoffnung Juliane Schenk ist beim Badmintonturnier ausgeschieden. Im Achtelfinale unterlag die 29-Jährige der erst 17 Jahre alten Junioren-Weltmeisterin Ratchanok Intanon aus Thailand 16:21, 15:21. Vize-Europameisterin Schenk hatte bei ihren dritten Olympischen Spielen eine Medaille als Ziel, scheiterte aber wie schon 2004 in Athen und 2008 in Peking vorzeitig.
Der Degenfechter Jörg Fiedler hat das Halbfinale verpasst. Der 34-Jährige verlor gegen den Südkoreaner Jin-Sun Sung, Olympia-Fünfter von Peking, 11:15. Zuvor waren dem einzigen deutschen London-Starter mit dieser Waffe Erfolge gegen Soren Thompson (USA) im Achtelfinale und gegen den WM-Zweiten Bas Verwijlen aus den Niederlanden gelungen. Gescheitert ist auch Säbelfechterin Alexandra Bujdoso. Die 22-Jährige verlor im Achtelfinale 13:15 gegen Sabina Mikina aus Aserbaidschan.
Die beiden Bechvolleyballerinnen Ilka Semmler und Katrin Holtwick dürfen sich weiter Hoffnung auf die direkte Achtelfinalqualifikation machen. Sie gewannen gegen Elodie Li Yuk Lo und Natacha Rigobert aus Mauritius 2:0 (21:11, 21:10) und haben nun fünf Punkte. Auf welchem Rang das Duo die Vorrunde abschließt, ist aber noch nicht klar. Die beiden besten jeder Gruppe ziehen in die K.o.-Runde ein. Nur bei einem Erfolg der Brasilianerinnen Juliana Silva und Larissa Franca gegen das Team aus Tschechien ist dem deutschen Duo das Achtelfinale sicher. Gewinnen die Tschechinnen, kommt es auf das Punkteverhältnis an.
Tischtennisprofi Dimitrij Ovtcharov trifft im Halbfinale erwartungsgemäß auf den Weltmeister und Topfavoriten Zhang Jike. Der Weltranglistenerste aus China gewann sein Viertelfinale gegen Jiang Tianyi aus Hongkong souverän 4:1. Ovtcharov, Nummer 12 der Welt, hat bislang erst ein Duell mit dem ein Jahr älteren World-Cup-Sieger gewonnen. Im Viertelfinale am Dienstag hatte Ovtcharov in einem Krimi über sieben Sätze Ex-Europameister Michael Maze (Dänemark) nach zwischenzeitlichem 2:3-Rückstand noch niedergerungen und daraus noch mehr Selbstbewusstsein gezogen. "Wenn ich 120 Prozent abrufe, kann ich Zhang schlagen", sagte der 23-Jährige.
Eine Waffenstörung im Vorkampf hat Munkhbayar Dorjsuren die Finalteilnahme und damit wohl eine olympische Medaille gekostet. Bis zu diesem Missgeschick lag die 43-jährige Wahl-Münchnerin auf dem Olympia-Schießstand in London auf Medaillenkurs, führte zwischenzeitlich sogar im Feld der 39 Sportpistolen-Starterinnen. "Ich hatte die Medaille schon um den Hals. So etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. Und ich schieße schon ein halbes Leben lang", sagte Dorjsuren, die mit 582 Ringen und Rang zwölf das Finale nur um einen Punkt verpasste. Claudia Verdicchio-Krause wurde mit 578 Ringen 26.