Olympia 2012: Messfehler im Hammerwurf-Finale - DER SPIEGEL
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Hammerwurf Skandalöse Messpanne kostet Heidler Medaille

Im Finale der Hammerwerferinnen ist der fünfte Versuch der Deutschen Betty Heidler falsch gemessen worden - er war zu diesem Zeitpunkt der zweitweiteste. Die Jury wollte ihren Irrtum nicht korrigieren, Heidler wurde am Schluss nur Achte.
Hammerwerferin Heidler: Achte im olympischen Finale
Hammerwerferin Heidler: Achte im olympischen Finale

Hammerwerferin Heidler: Achte im olympischen Finale

Foto: dpa
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Hamburg - Skandal im olympischen Hammerwurf-Finale: Betty Heidler warf in ihrem fünften Versuch knapp hinter die Führungsweite von der Russin Tatyana Lysenko (77,12 Meter). Doch die Kampfrichter maßen nur 72,34 Meter.

Trotz Protesten wurde der Versuch nicht neu bewertet, ein Videobeweis ist im Hammerwurf nicht möglich. Heidler wurde stattdessen ein neuer Wurf zugesprochen. Dabei blieb Heidler unter 70 Metern und machte den Wurf selbst ungültig. Danach gingen die Debatten im Innenraum weiter. DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen kündigte an, Protest einlegen zu wollen. Nach Ende des Wettkampfes begann die Jury, alle Weiten über 75 Meter noch einmal mit einem Maßband zu kontrollieren. Das Ergebnis blieb zunächst offen.

In ihrem sechsten und letzten Versuch kam Heidler auf 72,77 Meter. Am Ende belegte sie mit 73,90 Metern den achten Platz. Gold gewann Lysenko mit 78,18 Metern vor Anita Wlodarczyk aus Polen (77,60). Bronze sicherte sich Zhang Wenxiu mit 76,34. Kathrin Klaas fehlten bei persönlicher Bestleistung von 76,05 Metern 29 Zentimeter zu Bronze.

psk/dpa