Leichtathletik US-Staffel holt Gold in Weltrekordzeit
Schlussläuferin Jeter: Gold mit der US-Staffel
Foto: OLIVIER MORIN/ AFPHamburg - Weltmeister USA mit Tianna Madison, Allyson Felix, Bianca Knight und Carmelita Jeter ist im 4x100-Meter-Finale der Frauen in Weltrekordzeit zum Olympia-Gold gestürmt. Das Quartett lief 40,82 Sekunden und verwies damit Jamaika (41,41 Sekunden) deutlich auf Platz zwei. Bronze ging in 42,04 Sekunden an die Ukraine. Die Europameisterinnen Leena Günther, Anne Cibis, Tatjana Pinto und Verena Sailer verfehlten in 42,67 Sekunden die angepeilte Medaille als Fünfter klar.
Nach sieben Olympiasiegen in Folge haben die US-Männer im Finale über 4x400-Meter wieder eine Niederlage kassiert. Das Quartett musste sich in 2:57,05 Minuten überraschend den Bahamas geschlagen geben, die mit dem Landesrekord von 2:56,72 Minuten erstmals auf dieser Strecke erfolgreich waren. Bronze in 2:59,40 ging an Trinidad und Tobago. Die deutsche Staffel mit Jonas Plass, Eric Krüger, Kamghe Gaba und Thomas Schneider war im Vorlauf gescheitert.
Meserat Defar hat zum zweiten Mal nach 2004 in Athen olympisches Gold über 5000 Meter der Frauen gewonnen. Die Äthiopierin setzte sich im Schlussspurt in 15:04,26 Minuten durch und verwies damit die Weltmeisterin und Jahres-Weltbeste Vivian Cheruiyot aus Kenia (15:04,73 Minuten) auf Platz zwei. Bronze ging an die dreimalige Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba aus Äthiopien, die in 15:05,15 Minuten gestoppt wurde. Deutsche Läuferinnen waren nicht am Start.
Einen türkischen Doppelsieg über 1500 Meter der Frauen gab es im Finale bei den Olympischen Spielen in London. Europameisterin Asli Cakir-Alptekin setzte sich in 4:10,23 Minuten ihrer Landsfrau Gamze Bulut durch, die 4:10,40 lief. Ex-Weltmeisterin Maryam Yusuf Jamal aus dem Bahrain wurde Dritte in 4:10,74. Corinna Harrer war im Halbfinale ausgeschieden.
Ohne den fünfmaligen Olympiasieger Usain Bolt, dafür aber mit dem zweimaligen Silbermedaillengewinner Yohan Blake, hat sich Weltmeister Jamaika für das Finale der 4x100-Meter-Staffeln am Samstag (22, Liveticker SPIEGEL ONLINE) qualifiziert. Das deutsche Quartett mit Julian Reus, Tobias Unger, Alexander Kosenkow und Lucas Jakubczyk scheiterte dagegen in 38,37 Sekunden als Siebter seines Laufs. "Wir haben kein schlechtes Rennen gemacht, aber wir wollten ins Finale", sagte Reus.
Jamaika gewann seinen Lauf in der Besetzung Nesta Carter, Michael Frater, Blake und Kemar Bailey-Cole in 37,39 Sekunden. Schneller waren nur die USA: Jeffrey Demps, Darvis Patton, Trell Kimmons und Justin Gatlin liefen in 37,38 Sekunden mit Landesrekord.