Olympia 2016: Deutsche Handballer gewinnen Bronzemedaille - DER SPIEGEL
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Olympia 2016 Deutsche Handballer gewinnen Bronze

Im Halbfinale waren sie knapp an Frankreich gescheitert, im Spiel um Platz drei setzten sie sich gegen Polen durch: Die deutschen Handballer haben bei den Olympischen Spielen Bronze gewonnen. Es ist die erste Medaille seit 2004.
Die deutschen Spieler jubeln
Die deutschen Spieler jubeln

Die deutschen Spieler jubeln

Foto: DAMIR SAGOLJ/ REUTERS
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Sieben Monate nach dem EM-Titel haben die deutschen Handballer bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson besiegte im kleinen Finale den WM-Dritten Polen 31:25 (17:14) und wurde verdient Dritter. Es ist die fünfte Olympiamedaille für eine deutsche Männer-Mannschaft nach Gold 1936 und 1980 sowie Silber 1984 und 2004.

Vor rund 10.000 Zuschauern warfen als beste deutsche Schützen Tobias Reichmann sieben und Uwe Gensheimer sechs Tore.

"Jetzt geht es darum, relativ schnell aus der Enttäuschung ein positives Gefühl zu erzeugen, damit wir die Bronzemedaille holen", hatte Delegationsleiter Bob Hanning nach dem bitteren Halbfinal-K.-o. durch den Treffer in letzter Sekunde zum 28:29 gegen Frankreich gefordert. Die Polen hatten den Einzug ins olympische Endspiel durch ein 28:29 nach Verlängerung gegen Dänemark verpasst.

"Das ist ein Fifty-Fifty-Spiel. Wir sind auf Augenhöhe mit Polen", sagte Bundestrainer Sigurdsson vor der Partie. Doch das funktionierte nicht lange. Eine Schwächephase mit drei Fehlwürfen hintereinander nutzten die Polen eiskalt aus. Aus einer 5:4-Führung (10. Minute) wurde ein 5:8-Rückstand. Sigurdsson nahm eine Auszeit, um seine Spieler aufzurütteln und mehr Konzentration zu fordern.

Danach lief es besser, dem DHB-Team gelangen fünf Treffer in Serie zum 10:8 (22.), auch weil der extra für einen Strafwurf eingewechselte Torhüter Silvio Heinevetter einen Siebenmeter parierte. Dank der guten Abwehrarbeit erkämpfte sich die deutsche Mannschaft immer wieder den Ball, setzte sich auf 14:10 (27.) ab und führte zur Pause 17:13.

Torhüter Andreas Wolff war im zweiten Durchgang ein Erfolgsgarant. Dank seiner Paraden konnten Kapitän Gensheimer und Tobias Reichmann Konter um Konter laufen. So baute der Europameister seinen Vorsprung auf 23:16 (41.) aus und feierte am Ende einen verdienten Erfolg.

mrr/dpa