Golf McIlroy nennt olympisches Turnier "belanglos"
Rory McIlroy
Foto: Peter Morrison/ APEinen Tag nach dem Verzicht des Weltranglistendritten Jordan Spieth aus den USA hat Nordirlands Golf-Star Rory McIlroy das olympische Turnier in Rio de Janeiro als "belanglos" eingestuft. Olympia werde er sich im Fernsehen anschauen. "Ich bin aber nicht sicher, ob ich Golf schauen werde", sagte der viermalige Major-Gewinner. Besonders interessierten ihn "Leichtathletik, Schwimmen, Wasserspringen - die Dinge, die eben eine Rolle spielen".
Über seine Entscheidung, in Rio nicht anzutreten, sei er "sehr glücklich. Ich bedaure nichts", sagte der 27-Jährige, der seine Absage mit der Angst vor dem auch in Brasilien grassierenden Zika-Virus begründet hatte, vor der am Donnerstag beginnenden British Open im Royal Troon Club in Schottland.
"Ich bin zum Golfsport gekommen, um Meisterschaften und Majors zu gewinnen. Irgendwann kommt man zu dem Punkt, wo man auch eine Verantwortung für die Entwicklung seines Sports hat. Der bin ich auch nachgekommen", sagte McIlroy. Aber dies sei nicht der Grund gewesen, diesen Sport zu betreiben.
Spieth wiederum hatte seinen Olympia-Verzicht als "härteste" Entscheidung seines Lebens bezeichnet. "Ich glaube sehr stark an Golf bei Olympischen Spielen und daran, mein Land zu repräsentieren. Aber dies war eine sehr persönliche Entscheidung", sagte der zweimalige Major-Sieger. Spieth hoffe, in Zukunft noch "an vier, fünf Olympischen Spielen" teilnehmen zu können.
Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer wird beim ersten olympischen Golfturnier seit 112 Jahren dabei sein. Möglicherweise wird das auch wieder das vorerst letzte sein, denn durch die Absagenflut bei den Männern droht der Sportart ein schneller Abschied von der olympischen Bühne.