Olympia: Agassi und Kuerten sagen ab - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Olympia Agassi und Kuerten sagen ab

Nach dem Brasilianer Gustavo Kuerten hat auch der amtierende Olympiasieger Andre Agassi von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen von Sydney Abstand genommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Agassi erklärte am Mittwoch seinen Verzicht aus persönlichen Gründen. "Auf Grund der gesundheitlichen Situation meiner Familie bin ich nicht im Stande, an Oympia teilzunehmen. Meine Zeit und meine Zuwendung gehören jetzt meiner Familie", sagte der 30-Jährige. Agassis Schwester und Mutter sind beide an Brustkrebs erkrankt.

Präsidentin Judy Levering vom US-amerikanischen Tennis-Verband zeigte Verständnis für den Entschluss des Lebensgefährten von Steffi Graf. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei Andres Familie. Ich wünsche ihnen das Allerbeste", sagte Levering in einer ersten Reaktion.

Kurz zuvor hatte bereits French-Open-Sieger Gustavo Kuerten seine Olympiateilnahme abgesagt. Er begründete diese Entscheidung damit, dass der Streit zwischen seinem persönlichen Sponsor (Diadora) und dem offiziellen Ausrüster der brasilianischen Olympia-Mannschaft (Olympikus) ihm den Spaß an Olympia verdorben habe. "Ich bin enttäuscht und frustriert", sagte Kuerten in einem Interview mit dem brasilianischen Fernsehen: "Ich kann und will mich im Moment nicht mit Tennis beschäftigen."

Kuertens Sponsor hatte darauf bestanden, dass der zweimalige French-Open-Champion auch in Sydney mit dem üblichen Logo antritt. Das hatte das brasilianische NOK kategorisch abgelehnt.