Olympia: Deutsche Herren in der Endrunde - DER SPIEGEL
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Olympia Deutsche Herren in der Endrunde

Mit einer Chance von "1:99 auf ein Weiterkommen" waren die deutschen Eishockey-Cracks laut Nationalcoach Hans Zach nach Salt Lake City gefahren. Jetzt haben sie die große Überraschung in der Gruppe A geschafft.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Salt Lake City - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielt beim olympischen Turnier in Salt Lake City im Konzert der Großen mit. Mit dem 4:1 (2:1, 2:0, 0:0) gegen Lettland gewann das Team von Bundestrainer Hans Zach am Dienstag vor 6574 Zuschauern in der Peaks Arena nach den Erfolgen gegen die Slowakei (3:0) und Österreich (3:2) auch sein drittes Vorrundenspiel und schloss die Gruppe A als Sieger ab.

In der Endrunde, in der die besten acht Mannschaften in zwei Vierer-Gruppen spielen, ist am Samstag (03.00 Uhr) Weltmeister und Olympiasieger Tschechien erster Gegner. Die weiteren deutschen Kontrahenten in der Gruppe C sind Kanada (Montag/03.00 Uhr) und Schweden (Dienstag/03.00 Uhr).

Blitzstart nach fünf Minuten


Ein Blitzstart mit Toren des Nürnbergers Martin Reichel (3.) und von Leonard Soccio (Hannover Scorpions) in der 5. Minute brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im entscheidenden Duell gegen die bis dahin im Turnier ebenfalls ungeschlagenen Letten auf die Siegerstraße. Auch vom Anschlusstreffer durch Aigars Cipruss (7.) ließ sich das deutsche Team nicht mehr vom Erfolgskurs abbringen.

Stefan Ustorf von Adler Mannheim (23.) und Klaus Kathan (34.), dessen klares Tor zum 4:1 der finnische Schiedsrichter Rami Savolainen erst nach Befragen des Supervisors anerkannte, beseitigten mit ihren Treffern die letzten Zweifel an dem vor Turnierbeginn nicht erwarteten Erfolg. Für den Kasseler war es bereits das dritte Turniertor.

Deutschland - Lettland 4:1 (2:1, 2:0, 0:0)
1:0 Reichel (2:21)
2:0 Soccio (4:07)
2:1 Cipruss (6:34)
3:1 Ustorf (22:56)
4:1 Kathan (33:57)
Deutschland: Seliger (Nürnberg Ice Tigers/47 Länderspiele) - Goldmann (Moskitos Essen/82), Schubert (München Barons/15); Ehrhoff (Krefeld Pinguine/17), Kunce (Krefeld Pinguine/69); Seidenberg (Adler Mannheim/21), Renz (Kölner Haie/45) - Rumrich (Nürnberg Ice Tigers/149), Ustorf (Adler Mannheim/54), Benda (Bars Kasan/Russland/103); Kathan (Kassel Huskies/62), Soccio (Hannover Scorpions/39), Morczinietz (Augsburger Panther/8); Reichel (Nürnberg Ice Tigers/94), Abstreiter (Kassel Huskies/55), Kreutzer (Kassel Huskies/52); MacKay (Schwenninger Wild Wings/86), Hynes (Adler Mannheim/24), Loth (Kassel Huskies/39)
Lettland: Irbe - Tribuncovs, Maticins; Lavins, Sorokins; Ignatjevs, Bondarevs - Fanduls, Belavskis, Kercs; Macijevskis, Nizivijs, Cipruss; Pantelejevs, Tambijevs, Vitolins; Senins, Stasenko, Semjonovs
Schiedsrichter:Savolainen (Finnland)
Zuschauer: 6574
Strafminuten: Deutschland 10 - Lettland 10


GRUPPE A, Abschlusstabelle:
Slowakei - Österreich 2:3 (1:1,1:1,0:1)
Deutschland - Lettland 4:1 (2:1,2:0,0:0)

1. Deutschland 3 3 0 0 10:3 6:0
2. Lettland 3 1 1 1 11:12 3:3
3. Österreich 3 1 0 2 7:9 2:4
4. Slowakei 3 0 1 2 8:12 1:5