Olympia: Samaranch droht Vorladung - DER SPIEGEL
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Olympia Samaranch droht Vorladung

Kein Ende im Bestechungsskandal um die Vergabe Olympischer Spiele in Sicht: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) kann eine Aussage vor dem US-Kongress kaum noch verhindern.
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Im endlosen Bestechungsskandal um die Vergabe Olympischer Spiele kann der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine Aussage vor dem US-Kongress kaum noch verhindern. Im Zusammenhang von Ermittlungen um die Bestechung von IOC-Mitgliedern bei der Vergabe der Jahrhundertspiele 1996 an Atlanta droht Juan Antonio Samaranch im nächsten Monat eine Vorladung, falls er sich nicht freiwillig zur Anhörung bereit findet.

Das bestätigte Fred Upton, republikanischer Senator aus Michigan, am Mittwoch in Washington. "Der Report des Organisationskomitees von Atlanta hat gezeigt, dass mehrere IOC-Mitglieder geldwerte Vorteile und Geschenke gefordert haben. Es ist klar, dass Stimmen gekauft worden sind. Wir müssen den Dingen auf den Grund gehen, um das Vertrauen in die olympische Idee wieder herstellen zu können. Und dazu brauchen wir die Aussagen von Herrn Samaranch. Wenn er nicht freiwillig kommt, müssen wir ihn vorladen", sagte Upton der US-Nachrichtenagentur Associated Press. Die Anhörung wird vom Wirtschaftsausschuss des Repräsentantenhauses in Washington durchgeführt, den Upton leitet. "Auch Herr Samaranch hat Geschenke angenommen."

Ein Jahr nach Bekanntwerden des Bestechungsskandals um die Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City war auch Atlanta in den Verdacht geraten, die Sommerspiele mit gekauften Stimmen erhalten zu haben. In den Unterlagen des Bewerbungskomitees waren Hinweise gefunden worden, dass Stipendien an Verwandte von IOC-Mitgliedern vergeben oder Geschenke im Wert von bis zu 1.000 Dollar gemacht worden seien. In acht von insgesamt 6.000 Ordnern und Kartons war Beweismaterial gefunden werden.

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