Olympiabewerbung: Berliner Politiker stichelt gegen DOSB - DER SPIEGEL
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Olympiabewerbung Politiker stichelt gegen DOSB-Präsidium

Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner will die Olympia-Pleite der Hauptstadt nicht hinnehmen und bringt eine erneute Bewerbung ins Gespräch. Dem widerspricht Innensenator Frank Henkel deutlich.
DOSB-Präsidium um Chef Hörmann (l.): In die Jahre gekommene Damen und Herren
DOSB-Präsidium um Chef Hörmann (l.): In die Jahre gekommene Damen und Herren

DOSB-Präsidium um Chef Hörmann (l.): In die Jahre gekommene Damen und Herren

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS
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Hamburg - Deutschland will sich mit Hamburg um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 bewerben, nicht mit Berlin. Dennoch hält SPD-Politiker Tim Renner, Kulturstaatssekretär in der Hauptstadt, eine erneute Bewerbung Berlins für 2028 für möglich. Voraussetzung seien aber strukturelle Veränderungen im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

"Ich glaube nicht, dass es der DOSB lange so spielen wird, dass im Endeffekt acht in die Jahre gekommene Damen und Herren entscheiden, wie und wo sich Deutschland bewirbt", sagte Renner im RBB-Inforadio: "Wir gucken mal, ob das Ding für 2028 nicht wieder aufgemacht wird und ich dann die Chance habe, den Bürgermeister 2024 nach Boston zu begleiten, wenn er die olympische Fahne abholt."

Berlins Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) hat hingegen eine erneute Bewerbung der Hauptstadt für die Spiele 2028 kategorisch ausgeschlossen. Berlin sei jetzt raus, und das gelte es zu akzeptieren, sagte Henkel ebenfalls im RBB-Inforadio. In den Bewerbungsregeln sei festgeschrieben, dass der Kandidat für 2024, also Hamburg, bei einem Scheitern vier Jahre später noch einmal antrete.

"Das war eine heftige Niederlage. Olympia in Berlin wird es in den nächsten 50 Jahren nicht geben. Damit müssen wir uns abfinden", sagte Klaus Böger, Chef des Landessportbundes Berlin.

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Die Entscheidung zugunsten der Hansestadt fiel offenbar sehr knapp aus. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung und der "Berliner Tageszeitung" hat sich das zehnköpfige DOSB-Präsidium mit 4:3 Stimmen für Hamburg entschieden. DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich demnach enthalten. Zudem hatten zwei Mitglieder bereits im Vorfeld angekündigt, sich nicht an der Abstimmung zu beteiligen. Hörmann hatte bei der Verkündung des Ergebnisses von einer "einmütigen Entscheidung" gesprochen.

Bevor Hamburg seine Kandidatur offiziell beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) kann, stimmen im September zunächst die Bürger der Hansestadt über eine Bewerbung ab. Nur wenn sich die Mehrheit der abgegebenen Stimmen für Olympia in Hamburg ausspricht, geht die Stadt ins Rennen.

ham/sid/dpa