Olympische Spiele Ackermann holt Silber
Soldier Hollow - Der Finne Samppa Lajunen, der schon in der Einzelkonkurrenz und im Team Olympia-Gold gewonnen hatte, siegte am Freitag auch im Sprint der Nordischen Kombinierer. Im abschließenden 7,5-Kilometer-Langlauf siegte der 22-Jährige mit einer Zeit von 16:40,01 Minuten. Zweiter wurde der Deutsche Ronny Ackermann, der im Einzel "nur" Vierter geworden war, mit einem Rückstand von neun Sekunden. Bronze ging an den Österreicher Felix Gottwald (40,2 Sekunden zurück).
"Das war mein bestes Rennen bei den Olympischen Spielen", sagte der 24-jährige Ackermann nach dem Rennen. "Ich war sehr locker, aber die Bedingungen waren sehr gut und ich hatte keine Chance, Lajunen zu holen. Aber ich bin dennoch überglücklich."
Der erst 18-jährige Junioren-Weltmeister Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) stürmte von Platz 15 am Start auf Rang neun im Ziel. Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal) wurde 19. Marcel Höhlig (Oberhof) war als Achter des Springens aussichtsreich in die Loipe gegangen, belegte aber mit 1:52 Minuten nur Platz 25.
Lajunen stellt Wehlings Rekord ein
Nach seinen 124,5 Meter im Springen von der 120-Meter-Schanze am Donnerstag war Ackermann als Zweiter mit 15 Sekunden Rückstand auf Lajunen (126,5 Meter) in die Loipe gegangen. Zur Hälfte des Rennens hatte der Oberhofer weitere Zeit auf den Finnen eingebüßt. Auch ein starker Schlussspurt brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Damit ist Lajunen nach dem DDR-Athleten Ulrich Wehling der erste Nordische Kombinierer, der bei Olympischen Winterspielen drei Goldmedaillen konnte.
Ackermann wird sich nun auf den Gewinn des Weltcups konzentrieren. Als Zweiter hat er 131 Punkte Rückstand auf Felix Gottwald und alle Chancen als zweiter Deutscher nach seinem heutigen Coach Hermann Weinbuch (1986) den Gesamtweltcup zu gewinnen.