Olympisches Dorf Israels Team rüstet auf
Sydney - Nach Aussagen aus Kreisen der für die Sicherheit bei den Sommerspielen verantwortlichen Sydney Olympic Security stammen die beschlagnahmten Gegenstände von Begleitern der israelischen Olympiamannschaft. Dies bestätigte am Mittwoch auch ein Sprecher des Zolls. Die kugelsicheren Westen und Waffengurte seien in einem Materialcontainer entdeckt worden. Waffen selbst hätte man dort nicht gefunden. Die Mannschaft sei schriftlich verwarnt worden, weitere Maßnahmen würden aber nicht unternommen.
Bei den Olympischen Spielen 1972 in München waren elf Mitglieder der israelischen Mannschaft einem palästinensischen Terroranschlag zum Opfer gefallen. Zwölf Jahre später, bei den Spielen von Los Angeles 1984, waren Israelis beim dem Versuch erwischt worden, Waffen im Diplomatengepäck in die USA einzuschleusen.
Im Juli hatte die australische Regierung Anträge aus den USA und Israel abgelehnt, die jeweils eigene Sicherheitsbeamte von CIA und Mossad zum Schutz ihrer Teams nach Sydney schicken wollten. Bei Olympia ist eine 1000 Mann starke Sondereinheit der australischen Armee, die so genannte Task Force Gold, für die Sicherheit der Athleten verantwortlich.
Wie am Mittwoch ebenfalls bekannt wurde, seien vor Wochen schon fünf Algerier mit terroristischen Verbindungen am Flughafen von Sydney festgenommen und ausgewiesen worden waren. Sie sollen dort "Informationen gesammelt" haben, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete. Der Hinweis auf die Männer kam von der algerischen Regierung.